Wie auf der Website der Convention on Migratory Species (CMS) zu lesen ist, sind 86 Prozent aller Zahnwale (zu denen u.a. Pottwale, Delfine und Schweinswale gehören) massiv gefährdet, in Netzen aller Art zu Tode zu kommen. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt eine Untersuchung, die anlässlich des internationalen Jahrs des Artenreichtums durchgeführt wurde.
Unter großem Futtermangel, der vor allem durch die überfischung der Industriefischerei hervorgerufen wird, leiden 13 Zahnwalarten.
Wie Elizabeth Mrema von der UNEP/CMA mitteilt, wissen wir von 41 Zahnwahlarten lediglich, ob sie bedroht sind oder nicht. Sie sind bisher noch wenig erforscht. Bei 6 Arten ist sie sich sicher, dass diese vom Aussterben bedroht sind. Auch von den weniger gefährdet erscheinenden Walen und Delfinen sind bereits viele Populationen an den Rand des Aussterbens gebracht worden, so Mrema. (Anmerkung MA: Man denke da zum Beispiel nur an die Gemeinen Delfine, die in Griechenland fast nicht mehr vorkommen, oder an die letzten 200 Großen Tümmler in der kroatischen Adria.)
Neben Futterknappheit und Fischernetzen machen die Aufnahme von Plastikmüll und die Verschmutzung der Meere den Zahnwalen zu schaffen. Weitere Stressfaktoren sind der Lärm in den Meeren, das Reduzieren des Lebensraums durch Staudammbauten usw.
Seit 2003 hat sich die Lage für Zahnwale offenbar dramatisch verschlechtert laut CMA. Es wird vermutet, dass – genauso wie der Baiji aus dem Jangste-Fluss verschwunden ist – auch der Vaquita, von dem noch 150 Exemplare im Golf von Kalifornien vorkommen, bald ausgestorben sein wird.
Tipp: Auf der Website der CMS gibt es ein Poster, auf dem der Gefährdungsgrad 72 verschiedener Zahnwalarten aufgeführt ist.
Und noch ein Tipp: Den Originalbericht gibt es auch auf Deutsch nachzulesen ;o))


