Nachdem vorgestern ein zweites Schiff von Paul Watson – die “Bob Barker” – von einem japanischen Walfangschiff (“Yushin Maru No. 3″) gerammt und beschädigt wurde (das erste Schiff “Ady Gil” wurde am 6. Januar 2010 so sehr beschädigt, dass es sank, siehe auch MA-News vom 6. Januar 2010), mobilisieren Paul Watson und seine internationale Crew alle Kräfte, um die Walfänger weiterhin am Töten der Meeressäuger zu hindern.
Offenbar ist die “Bob Barker” manövrierfähig und verfolgt zusammen mit der “Steve Irwin” die Walfänger, die unter dem Deckmantel der Wissenschaft Wale in der Antarktis – einem Walschutzgebiet (!) – jagen. Nach eigenen Angaben Watsons sind beide Schiffe so gut mit Treibstoff versorgt, dass sie einen weiteren Monat ihre Aktion durchführen können.

(Foto: Glenn Lockitch/Sea Shepherd)
Auf Wasserstrahl-Attacken der Japaner reagierten die Sea Shepherd-Mitglieder mit einem noch viel wuchtigeren Wasserstrahl von der “Steve Irwin” aus. Dieser hat dafür gesorgt, dass die Japaner vor dem kalten Strahl ins Innere ihres Fabrikschiffes “Nishin Maru” geflüchtet sind.
Die “Nishin Maru”, auf der die toten Wale zerkleinert und in handelsfreundliche Packungen geschweißt werden, wird derzeit von den beiden Schiffen Watsons “begeleitet”; die “Steve Irwin” befindet sich an Backbord und die “Bob Barker” an Steuerbord des japanischen Schiffes. Die japanischen Beatzungsmitglieder werden auf diese Weise daran gehindet, einen toten Wal aufs Schiff zu ziehen.
Verfolgt werden Paul Watson und seine Crew von den anderen Walfangschiffen “Shonan Maru 2″, “Yushin Maru 1″ und “Yushin Maru 2″. Von der “Yushin Maru 3″, von der aus das Loch in Paul Watsons Schiff gerammt wurde, fehlt jede Spur.
“Wir werden an den Japanern haften wie Klebstoff”, so der erste Offizier Locky MacLean auf der “Steve Irwin”. “Solange wir da sind, wird kein einziger Wal auf das Schiff gezogen werden.”
(Quelle: Sea Shepherd Conservation Society)


