Mit zwei alternativen Konzepten zum Erhalt bedrohter Wale nimmt die Internationale Walfangkommission (IWC) Kurs auf ihre Jahreskonferenz in Agadir/Marokko (21. bis 25. Juni). Eine der beiden Strategien, ein “Kompromissvorschlag”, an dem auch Deutschland mitgearbeitet hat, erlaubt den drei Walfangländern Japan, Norwegen und Island, unter IWC-Aufsicht zunächst weiter auf Jagd zu gehen. Ein australischer Gegenvorschlag will den Walfang kompromisslos auf Null herunterfahren.
Beide Strategien wurden diese Woche bei einem Treffen der IWC-Länder zur Vorbereitung von Marokko erörtert. Die Tagung in St. Petersburg (Florida) ging am späten Donnerstag ohne Entscheidung zu Ende. Im Anschluss versuchten sich die Teilnehmerländer darüber zu einigen, ob Grönland zusätzlich zu seinen bereits bewilligten Fangquoten für mehrere andere Walarten künftig auch noch Buckelwale abschießen darf. Ein entsprechender Antrag von Dänemark war bereits zweimal ergebnislos behandelt worden.
Grönland gehört zu jenen Ländern, deren Urbevölkerung sich vor allem im Winter von Walfleisch ernährt und deshalb eingeschränkt Walfang betreiben darf. Auch auf Kanadas und Alaskas indigene Bevölkerung trifft diese Ausnahmeregelung zu.
(Quelle: Greenpeace Magazin)
Bitte unterstütze den WDCS-Aufruf an die Mitgliedstaaten der Europäischen Union bei der Internationalen Walfangkommission (IWC), dem dänischen Antrag eine klare Absage zu erteilen und somit Buckelwale vor der Bejagung zu bewahren.


