Färöer Inseln

Meeresakrobaten, 17. August 2010. GLOBI ist ein halbwüchsiger Grindwal, der in einer großen Herde schwimmt. Dieser Herde – die man auch Schule nennt – haben sich mehrere Große Tümmler angeschlossen. Genauso wie diese gehört GLOBI zur Familie der Delfine. Da er jedoch keinen “Schnabel”, sondern eine kurze und rundliche Schnauze hat und außerdem um einiges länger wird als die Großen Tümmler, werden er und seine Verwandten zu einer Unterfamilie namens “Globicephalinae” gezählt.

GLOBI lebt gefährlich

GLOBI wog bei seiner Geburt bereits 75 Kilogramm und war knapp 2 Meter lang. Wenn er ausgewachsen ist, wird er zwischen 1,8 und 3,5 Tonnen schwer und 4 bis 6 Meter lang sein. Die mit ihm schwimmenden Großen Tümmler werden dagegen nur 1,5 bis 4 Meter lang und wiegen zwischen 150 und 600 Kilogramm.

GLOBI lebt sehr gefährlich, denn er schwimmt im Sommer zusammen mit seinen Eltern, Großeltern, Tanten, Onkeln und Geschwistern in der Nähe der Färöer-Inseln. Das ist eine Inselgruppe im Nordatlantik, die zwischen Norwegen, Großbritannien und Island liegt. Dorthin zieht es die Walgruppe, weil ihre Beutetiere – Tintenfische – sich von Juni bis August in Küstennähe aufhalten.

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Grindwal-Familie (Foto: sanremonavigazione)

Die “Schafsinseln” haben ein dunkles Geheimnis

Die Färöer-Inseln heißen übersetzt “Schafsinseln”. Sie sind wunderschön. Viele Touristen verbringen ihren Urlaub dort, denn die Landschaft mit ihren rauen Felsen, grünen Feldern und tiefen Schluchten ist sehr eindrucksvoll. “Ein auf dieser Welt einmaliger Ort, an dem Kultur und Naturerleben einander geradezu auf die Füße treten”, wirbt zum Beispiel der “ökologische Reiseveranstalter” Bund Naturschutz Service GmbH.

Doch leider haben die Bewohner der Färöer – die Färinger – ein dunkles Geheimnis – genauso wie die Japaner in Taiji … Mehrmals im Jahr werden in verschiedenen Fischerorten Grindwalschulen vom Meer in kleine Buchten getrieben, wo die Tiere dann mit Messern und Haken getötet werden.

Grindwale lassen sich leicht fangen. Sie sind nicht scheu, sondern nähern sich sogar neugierig den Booten. Da sie immer einen Anführer haben, werden sie auch Pilotwale genannt. Sie folgen ihrem “Piloten” überall hin. Sie würden sich nie von ihrer Gruppe und ihrem Leittier trennen. Leider führt sie dieses blinde Vertrauen manchmal in den Tod. Schon oft hat man von Massenstrandungen gelesen. Diese treffen meist die zur Unterfamilie Globicephalinae gehörenden Arten.

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Gestrandete Grindwale und Kleine Schwertwale in Südafrika, Mai 2009
(Foto: Kaia Kohrs)

So tragisch diese Massenstrandungen sind, das Abschlachten der zutraulichen Tiere auf den Färöer-Inseln ist noch viel grausamer. Ganz schlimm ist, dass es “aus Tradition” geschieht, wie die Inselbewohner ihr Tun rechtfertigen. Auch in Deutschland kennt man viele traditionelle Ereignisse. Man denke nur an Feste wie Weihnachten oder Ostern, den Schulstart mit Schultüten usw. Traditionen können durchaus Sinn machen. Sie verbinden die Generationen und erhalten wichtiges Gedankengut. Doch Tiertötungen, die alleine der Volksbelustigung dienen, sind Traditionen, die den Namen nicht verdienen. Das haben vor kurzem die Katalanen (sie leben im Nordosten von Spanien) vorgemacht. Sie haben die “Tradition” des Stierkampfs abgeschafft.

So läuft der Walfang ab

Nach dem Sichten einer Walschule (grind) wird “traditionsgemäß” die Neuigkeit wie ein Lauffeuer verbreitet (grindabod). Früher benutzte man Läufer und Leuchtfeuer, heute aber wird nach Hightech-Geräten (Telefon, Handy, Funk, Internet, Radio) gegriffen. Jeder Färinger darf seinen Arbeitsplatz für eine gewisse Zeit verlassen, um beim Walfang mitzumachen. Für die Jagd werden alle verfügbaren Fischerboote eingesetzt. Die traditionellen Jagdmethoden sind inzwischen durch den Einsatz von Echolot, Sonar und Speedbooten erweitert worden.

Folgende Waffen wurden und werden für die Grindwaljagd eingesetzt:
* FASTAKAST: Das sind weiß bemalte Steine an einer Lederschnur, die hinter den Walen aufs Wasser geworfen werden, um sie voranzutreiben.
* HVALVAKN: Mit einer Lanze werden die Wale gestoßen und gestochen, um sie in die Bucht zu treiben.
* SOKNARONGUL oder GAFF: Das ist ein 2,5 kg schwerer Eisenhaken, der in die Walköpfe geschlagen wird, um die Tiere an den Strand zu ziehen und sie dort töten zu können.
* GRINDKNIVER: Ein Walfangmesser mit einer ca. 20 cm langen Klinge, welches dazu benutzt wird, eine Handbreit hinter dem Blasloch einen tiefen Schnitt in die Fleisch- und Fettschicht zu setzen und das Rückenmark zu durchtrennen. Auch das Zerlegen der Wale wird mit dem Grindkniver durchgeführt.


Kind mit totem Grindwal (Bild: Paul Watson)

Im Sommer 1994 wurden an einem einzigen Tag 668 Wale erlegt – die größte Grind seit 50 Jahren. Das Fleisch von rund 300 Walen verrottete einfach am Strand.

Furchtbares Gemetzel

Die Inselbewohner treiben die verängstigten und durch den höllischen Lärm orientierungslos gemachten Wale in die Buchten, wo sie mit Harpunen und Fischerhaken gefangen und in einem erbarmungslosen Gemetzel hingerichtet werden.

Mit zerfetztem Leib in Qual und Panik hin und her schnellend, verwerfen die unerbittlich verfolgten Grindwalweibchen in ihrer Todesangst ihre Kälber. Ungeborene Wale werden aus dem Leib ihrer Mütter geschnitten.

Die massakrierten Wale sterben unter furchtbaren Qualen – denn ein drei Tonnen schweres Tier stirbt nicht sofort an einem Messerstich. Da Wale kaum natürliche Feinde haben, sind sie im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren im Falle des Überwältigtwerdens nicht in der Lage, hormonell und durch das Nervensystem in einen Schockzustand zu geraten oder sogar plötzlich zu sterben. Sie leiden bis zum eintretenden Tod.

Volksfest

Früher wurde nach der Jagd ein traditionelles Fest mit Tanz (grindadnasur) durchgeführt. Dieses Fest findet heute kaum noch statt. Aber die Kinder bekommen in manchen Fällen schulfrei, um dem Schlachten der Wale beiwohnen zu können. Kleinere Kinder spielen nach der Jagd mit den toten Walen, größere Kinder – ab 12 Jahren – nehmen bereits an der Jagd teil.

Vermessen, verarbeiten, verteilen

Nach der Jagd werden die Tiere am Strand aufgereiht und gezählt. Die erlegten Wale werden vom Auge bis zur Afteröffnung vermessen und durch Einritzen einer arabischen Zahl in den Kopf nummeriert. Aufgrund des Umfangs und der Länge werden die “Skins” – Einheiten von 75 kg – berechnet und in römischen Ziffern auf die Finne (Rückenflosse) des Wals geritzt.


Fang Nummer 15 … (Bild: Paul Watson)

Das Verarbeiten des Wals findet meist bereits am Strand oder am Kai statt. Die Gedärme werden entfernt, um ein Verderben des Fleisches zu verhindern. Haut und Speck (Blubber) des Wals werden zunächst auf einer Seite entfernt, danach wird das Fleisch vom Knochen gelöst. Anschließend wird der Wal gedreht und die ganze Seite verarbeitet. Haut, Speck und Fleisch werden in “Skins” proportioniert und verteilt. Kopf, Schwanz und Skelett – manchmal auch überschüssiges Fleisch – werden ins Meer geworfen oder verrotten am Strand. Das Fleisch wird meist gefroren, manchmal auch luftgetrocknet und zu gesalzenem Fisch gegessen. Der Speck wird mit frischem oder gesalzenem Fisch gegessen.

Der Polizeichef des jeweiligen Walfangortes ermittelt die Anteile. Kinder und Säuglinge werden mit einem ganzen Anteil einbezogen. Sonderportionen werden verteilt an:
- den Erspäher der Walschule (finningarvalur); er darf entweder den größten Wal aussuchen oder das entsprechende Gewicht an kleineren Walen wählen;
- den Schätzer des Schadens an den Booten usw.: bis zu 6 Skins;
- die Wachen (vaktarhald): 1/2 Skin/Tagwache, 1 Skin/Nachtwache;
- den Vermesser (metingarmenn): 2 Skins/100 gefangene Wale;
- den Polizeichef (syslumadur): 2 Prozent des gesamten Fangs;
- den Leiter der Jagd (grindaformenn): 1 Prozent des gesamten Fangs;
- alle Teilnehmer der Jagd und des anschließenden Massakers. Dieser Anteil ist abhängig von der Fanggröße;
- die restlichen Mitglieder der Gemeinde, je nach Größe des Fangs.

Giftiges Fleisch

Es ist schwer zu verstehen, dass der Grindwalfang heutzutage immer noch so populär ist. Nicht nur, dass derartige “Traditionen” keinen Platz mehr haben in einer zivilisierten Welt, sondern es kommt noch hinzu, dass das Fleisch der Wale hochgradig mit Schwermetallen belastet, also “giftig” ist.

Blei, Quecksilber, Kadmium, PCB machen den Verzehr gesundheitsschädlich. “Grindfleisch ist als Menschennahrung ungeeignet”, stellt Oberarzt P. Weihe fest. Schon vor ein paar Jahren haben die Behörden die Färinger aufgefordert, den Konsum auf maximal zweimal pro Monat zu beschränken. Vor allem Schwangere und Kinder hörten auf die Warnungen und verzichteten auf den Verzehr, sagt Weihe. Bei anderen werde es länger dauern.


Statt Rechnen oder Schreiben steht Wale-Schlachten auf dem Stundenplan …
(Bild: Paul Watson)

Offiziell heißt es, dass Fleisch, Speck, Tran, selbst Haut und Sehnen komplett verwertet würden. Doch wie sollen die knapp 50.000 Bewohner bei zwei monatlichen Mahlzeiten die mehr als 300 Tonnen Fleisch und Speck verzehren, die allein in diesem Jahr bisher gelandet wurden? Es bleiben also riesige Fleischhaufen übrig, nachdem alle ihren Anteil erhalten haben. Das Argument “die Grindwaljagd dient der Ernährung der Bevölkerung” zieht heute nicht mehr …

Die Färinger leiden keine Not

Die Färinger waren lange Zeit sehr arm, haben aber durch den Fischfang in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen hohen Lebensstandard und Wohlstand erreicht. Sie leiden keine Not mehr. Seit 2007 herrscht auf den Färöern Vollbeschäftigung (Quelle: Wikipedia) Mit derzeit 1,3 % haben die Färöer die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa (außerhalb der EU). Wichtigster Erwerbszweig der knapp 50.000 Färinger ist die Fischerei und die damit zusammenhängende Wirtschaft. Die Färinger sind nicht auf den Walfang angewiesen so wie früher.


Wohnhaus auf den Färöer-Inseln (Bild: Project Blue Sea)

Auf den Inseln leben ca. 80.000 Schafe, die sich mehr oder weniger selbst versorgen. Süßwasser bester Qualität gibt es mehr als genug auf den Inseln. Das Fleisch der Schafe ist so wichtig wie die Wolle. Auf den Inseln gibt es ein gut ausgebautes Straßennetz von ca. 400 km sowie zahlreiche Fähren und große Brücken zwischen der Hauptinsel Streymoy und den Nebeninseln. Torshavn ist die Hauptstadt der Färöer-Inseln, hat (alle Kommunen zusammengenommen) ca. 20.000 Einwohner und ist typisch skandinavisch. Die Supermärkte sind mit allen erdenklichen Luxusartikeln gefüllt; zum Beispiel auch – obwohl eine eigene Schafzucht betrieben wird – mit Lammfleisch aus dem weit entfernten Neuseeland.

Blutiges Brauchtum

Schon viele von GLOBIS weitläufigen Verwandten wurden Opfer des blutigen Brauchtums. In diesem Jahr wurden bis Juli bereits 674 Grindwale und 21 Rundkopfdelfine getötet. Damit ist die Zahl der Wal-Opfer so stark gestiegen, dass viele namhafte Umwelt- und Tierschutzorganisationen Alarm schlagen: “Allein in den letzten beiden Monaten wurden doppelt so viele Meeressäuger abgeschlachtet wie im ganzen Jahr 2009″, rechnet Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare, vor. “Und dies, obwohl längst bekannt ist, dass der Verzehr des mit Schadstoffen massiv belasteten Walfleischs zu ernsthaften gesundheitlichen Schädigungen führt.”


Ungeborene Grindwale werden aus den Leibern ihrer Mütter geschnitten …
(Bild: Project Blue Sea)

Laut dem Färöer Außenministerium wurden zwischen 1998 bis 2007 durchschnittlich 685 Grindwale pro Jahr gefangen.

Was unterscheidet die Jagd auf GLOBI und seine Familie von der Jagd auf Rehe oder Hasen?

Viele werden sagen, “fasst euch in Deutschland doch an die eigene Nase …” Auch hier werden Wildtiere getötet. Man denke nur an Hasen, Wildschweine oder Rehe. Es gibt jedoch eine ganze Anzahl von Unterschieden zwischen beiden Jagdarten. Hier seien nur einmal diejenigen der Nachhaltigkeit herausgegriffen.

* GLOBI und seine gesamte Familie sind bedroht – egal ob es sich um Muttertiere, Neugeborene oder sogar Ungeborene handelt. Alle Tiere werden getötet. Bei der Jagd auf Rehe zum Beispiel gibt es sogenannte “Schonzeiten”, die es verbieten, in der Aufzuchtzeit des Wildes zu jagen. “Je nach Art, sind Beginn und Dauer der Schonzeit unterschiedlich festgelegt. Sie umfasst regelmäßig und mindestens die Zeit der Geburt und Aufzucht der Jungen, oft auch die Paarungszeit. Sie ist nicht zwingend für beide Elternteile vorgesehen: Ist ein Elternteil (meist das männliche Tier) für die Aufzucht des Jungtieres nicht erforderlich, so ist oft die Schonzeit für dieses Tier eine andere (Beispiel: Beim Rehwild darf der “Bock”, das männliche Tier, bejagt werden, während das weibliche Tier das oder die Jungen noch aufzieht). Sind bei bestimmten Wildarten die Geschlechter nicht einwandfrei zu differenzieren, gilt die Schonzeit stets für beide Geschlechter (z. B.: Kaninchen). Die Schonzeit dient der Arterhaltung und soll darüber hinaus verhindern, dass Jungtieren die zur Aufzucht notwendigen Eltern genommen werden, was meist den Tod der Jungtiere zur Folge hat (verhungern durch ausbleibende Versorgung mit Muttermilch oder sonstiger Nahrung).” (Quelle: Wikipedia) Die Grindwal-Mütter, die mit ansehen müssen, wie ihre Babys getötet werden, sterben quasi einen doppelten Tod …

* Hasen und Rehe vermehren sich sehr schnell. Die Ricke (Rehmutter) bringt meist zwei Kitze zur Welt. Die Tragzeit bei Rehen beträt ungefähr 290 Tage. Eine Häsin kann drei- bis viermal im Jahr Junge bekommen. Pro “Wurf” kommen zwei bis vier Tiere auf die Welt. In einem “guten Jahr” sind das bis zu 16 Junghasen. Die Tragzeit beträgt 25 bis 50 Tage. Grindwale sind ungefähr 480 Tage trächtig. Es kommt immer nur ein Jungtier zur Welt, das bis zu 22 Monaten gesäugt wird. (Ein Rehkitz wird rund drei Monate lang gesäugt.)

* Rehe werden meist mit 18 Monaten geschlechtsreif. Männliche Rehe paaren sich ab dem dritten Lebensjahr. Feldhasen werden sogar schon mit fünf bis acht Monaten geschlechtsreif. Männliche Grindwale sind erst mit 12 Jahren geschlechtsreif, Walkühe mit 6 bis 10 Jahren.


Vom Verzehr von Grindwalfleisch wird offiziell abgeraten …
(Bild: Project Blue Sea)

* Vom Verzehr von Wildfleisch wird nicht abgeraten. Anders sieht es bei GLOBIS Verwandten aus (siehe auch oben). Der durchschnittliche PCB-Gehalt im Blubber (das ist die Speckschicht der Wale) liegt bei 42 bis 189 mg/kg. Der von DDT bei 42 bis 94,2 mg/kg.

Tradition bedeutet nicht die Asche zu bewahren, sondern das Feuer weiterzugeben!
Gustav Mahler

Eine Tradition sollte in einer zivilisierten, kultivierten Welt Werte vermitteln und einen Sinn ergeben. Das Töten von Tieren als traditionelles Volksfest kann beide Kriterien nicht erfüllen. Es ist vielmehr der Ritus von Traditionalisten, die das “ewig Gestrige” nicht aufgeben wollen.

Statt das Blutbad zu feiern, das Jahr für Jahr in verschiedenen Buchten der Färöer-Inseln das Meer rot färbt, sollten die Inselbewohner dazu übergehen, sich an den lebenden Tieren zu erfreuen. Da das Interesse an Whale-Watching-Touren weltweit immer größer wird, könnten auch die Färinger von der Wal-Beobachtung profitieren. Es gibt bereits einige Whale-Watching-Touren seit Sommer 1996. Neben den Grindwalen können von Juni bis August auch andere Walarten beobachtet werden – darunter der Weißseiten- und der Weißschnauzendelfin. In den Gewässern um die Färöer-Inseln werden auch regelmäßig Pottwale, Zwergwale, Orcas und von Zeit zu Zeit sogar Finnwale und Blauwale gesichtet.

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Viel Glück GLOBI! (Foto: firmm)

(Quellen: “Das Grindwal-Massaker auf den Färöer-Inseln”, Ein Bericht der ASMS (heute OceanCare), geschrieben und recherchiert von Sigrid E. Lüber; Project Blue Sea; Sea Shepherd Conservation Society; “Jagd auf Giftfleisch”, Frankfurter Rundschau)

Horror und Hoffnung

Der Journalist Hans Peter Roth war im Sommer 2011 auf den Färöer Inseln. Er hat dort zwar keine Grindwal-Tötung miterlebt, aber er hat mit mehreren Einwohnern gesprochen und war über deren Meinung zum Teil erfreut, zum Teil schockiert. Mehr dazu unter Horror und Hoffnung – die Färöer Inseln.

Aktuelle Meeresakrobaten-Beiträge zur Grindwal-Schlachtung bekommst du unter Färöer Inseln.

Aktionsmöglichkeiten unter:

* OceanCare
* Pro Wildlife und andere Tierschutzorganisationen

7 thoughts on “Färöer Inseln

  1. Hallo,
    Ich wollte fragen ob es einen Beruf gibt bei dem man Delfine nicht einspert wie in delfinarien sodern so etwas wie eine Reha (Reha Zentern für delfine) nur für meeressäuger. Da geht es ja darum diese Tiere gesund zu pflegen und dann auszuwildern. GIbt es soetwas, oder eine Internetseite wo infos über solch ein beruf stehen?
    Danke

    • In Harderwijk/Niederlande werden Schweinswale gesund gepflegt und anschließend ausgewildert (hier der Link zum Delfinarium und Reha-Center :http://www.dolfinarium.nl/). Siehe dazu auch meinen Artikel http://www.meeresakrobaten.de/2011/10/sos-station
      Auch in Vancouver/Kanada gibt es eine Reha- und Auswilderungsstation. Hiervon habe ich auch den Link: http://www.vanaqua.org/act/direct-action/marine-m
      Es gibt natürlich noch viel mehr. Musst einfach mal googeln, dann findest du bestimmt, was du willst.
      Was den Beruf angeht, so denke ich, dass in den Reha-Stationen viele Praktikanten und Freiwillige arbeiten, außerdem Tierpfleger und Tierärzte.

    • leider weden nicht alle, nachdem sie gesundgepflegt werden, wieder in die freiheit entlassen, sondern zu show-zwecken an delfinarien weitergegeben (z.b. orca "morgen" von harderwijk). da wildfänge für diese zwecke eigentlich tabu sind, werden die vorschriften so umgangen. wahrscheinlich spielen interne abmachungen, wie hohen spenden an pflegestationen etc. eine rolle.

      • Das ist richtig, Pipa. Aber dabei handelt es sich um Tiere, die ohne Gruppe gefunden wurden oder die stark verletzt oder so beeinträchtigt waren, dass sie im Meer nicht überleben können (Stichwort: der Große Tümmler "Winter"). Morgan – das Orca-Weibchen – wurde in der Nordsee bei den Niederlanden gefunden und in Harderwijk aufgepäppelt. Sie war untergewichtig. Aus irgendeinem Grund, den keiner weiß, war sie allein, ohne Gruppe. Was du da schreibst, ist unbewiesen und reine Spekulation. Kennst du dich so genau aus, dass du so sicher behaupten kannst, dass Vorschriften umgangen wurden? Ich finde es nicht gut, seine eigene Meinung als bewiesene Tatsache in die Welt zu setzen … Harderwijk hat sich ganz bestimmt nicht darum gerissen, statt eines Wildfangs ein gestrandetes Tier aufzunehmen, wie du vermutest. H. hat für Orcas gar keine Becken, die groß genug sind. Schon x Mal wurden in H. Schweinswale gesund gepflegt und wieder ausgewildert. Das von dir in die Welt gesetzte "Für Show-Zwecke an Delfinarien weitergegeben"-Gerürcht greift einfach nicht.

  2. Pingback: Meeresakrobaten | Newsletter 7/2012

  3. Eine Schande für die Europäische Union und für Dänemark! – Aber offenbar sind Glühlampenverbote immer noch leichter durchzusetzen, als die Beendigung barbarischer Traditionen.
    Dabei hat es selbst Spanien inzwischen geschafft, auf die Stierkämpfe (hier kamen Zuchttiere ums Leben!) zu verzichten.
    Wieso kann man dann nicht endlich auch die Grindwal-Abschlachtungen im Mülleimer der Geschichte versenken ??

    Wäre doch mal ein lohnendes Betätigungsfeld für die ganzen "Tierrechts-Aktivisten"!

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