Ignoranz bei japanischen Botschaft

22. Dezember 2009

Viele Tausend Protest-Coupons gegen das Delfin-Schlachten in Taiji und anderen Küstenorten Japans wurden von Tierfreunden ausgefüllt und nun von Mitarbeitern der Zeitschrift “Bild der Frau” zur japanischen Botschaft in Berlin transportiert.

Die Zeitschrift hatte vor einigen Wochen über die unfassbare Tierquälerei in Taiji berichtet und zum Protest aufgerufen.

Sechs volle Kisten mit Protest-Post lud “Bild der Frau”-Reporterin Alexandra Kemna vor der Botschaft ab, wo sie die Verantwortlichen zur Rede stellen wollte. Doch offenbar war kein Mitarbeiter zum Gespräch bereit. Ein Pförtner hat die Kisten in Empfang genommen. “Die Botschaft hat Ihren Protest zur Kenntnis genommen”, hieß es lediglich in einer schriftlichen Stellungnahme.

Auch in München Übergabe von Protestschreiben
Etwas mehr Glück hatten Aktivisten der Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS in Bayern. Sie brachten am 16. Dezember mehrere Hundert Unterschriften zur japanischen Botschaft in München, wo sie vor dem Gebäude von einem japanischen Konsul empfangen wurden. Er versicherte den Aktivisten, die Listen an die japanische Regierung weiterzuleiten. Die Übergabe fand unter Polizei-Beobachtung statt.

Die Unterschriften kamen von Lesern der Jugendzeitschrift BRAVO und von Unterstützern der Tierschutzorganisationen ProWildlife und WDCS. Die Organisationen hoffen, so den öffentlichen Druck auf die japanische Regierung zu erhöhen und schließlich die grausamen Treibjagden in Japans Gewässern zu beenden. Denn allein im japanischen Fischort Taiji werden Jahr für Jahr bis zu 3.000 Delfine grausam getötet. Erschwerend kommt hinzu, dass Delfinfleisch hochgradig mit Quecksilber verseucht ist und somit ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für die japanische Bevölkerung darstellt.
(Quellen: “Bild der Frau” und WDCS)

Nicht nachlassen
Dass Protestschreiben von der japanischen Botschaft sowie von der japanischen Regierung ignoriert werden, weiß ich selbst aus jahrelanger Erfahrung. Ich werde trotzdem nicht aufhören, mein Entsetzen über das Delfin-Massaker in “Japans blutenden Buchten” kundzutun, damit das Kalkül der Verantwortlichen in Japan – “einfach nicht reagieren, dann werden die Aktionen mit der Zeit im Sand verlaufen” – nicht aufgeht, sondern im Gegenteil die Sandkörner zu Sanddünen werden …



2 Kommentare zu “Ignoranz bei japanischen Botschaft”


Ich habe aufgehört zu protestieren, weil Protest bei diesem stolzen Volk genau das Gegenteil bewirkt, nämlich, dass sie ERST RECHT weitermachen.
Die Aussagen der japanischen Regierung waren eindeutig: solange ihr vemehemt verlangt, dass wir aufhören, hören wir genau deshalb nicht auf.
Nimmt das niemand zur Kenntnis?

Klar ist es furchtbar, klar muss man was dagegen unternehmen, sowohl gegen den Walfang als auch gegen das Abschlachten der Kleinwale.

Nur die Strategie muss überdacht und geändert werden!!!
Aufklärung, die durch das wunderbare Medium Internet inzwischen auch in abgeschotteten Ländern nicht mehr zu vermeiden ist, ist des Rätsels Lösung.
Protest, auf welcher Ebene auch immer, ist in diesem Fall zwar gut gemeint, aber der völlig falsche Weg!

von Doris
Dezember
11:35 Uhr

Ich kann mich daran erinnern, daß vor ein paar Jahren ein Antwortschreiben seitens der Botschaften verschickt wurde. Wünschenswert wäre, daß ein Bearbeitung aufgrund der massenhaften Beschwerden nun nicht mehr möglich ist.
Noch wünschenswerter wäre allerdings, daß sich unsere als Tierquälerunterstützer bekannten Regierungsparteien dazu entschliessen sich in Japan zu beschweren. Da fehlt jedoch der Mumm in den Knochen denn es könnte ja die Handelsfreundschaft Schaden nehmen.

von Tom
Dezember
08:42 Uhr


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