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Eingefangener Vaquita stirbt


Wenn man liest, dass ein Tier eingefangen wurde, läuten zuerst einmal alle Alarmglocken.

Wird es in Zukunft nur noch Bilder von den Vaquitas geben? Projekt „Vaquita“ im Nürnberger Tiergarten
(Foto: Susanne Gugeler)

Doch in diesem Fall handelt es sich um ein Rettungsprojekt, welches von der mexikanischen Regierung, vielen NGOs, dem Nürnberger Tiergarten sowie Prominenten unterstützt wird, um den Vaquita (Kalifornischen Schweinswal) vor dem Aussterben zu bewahren.

Die MEERESAKROBATEN hatten schon mehrfach darüber berichtet.

Jungtier wurde wieder freigelassen

Bereits im vergangenen Monat ist es gelungen, eines der letzten ca. 30 verbliebenen Tiere zu fangen. Nach einem kurzen medizinischen Check wurde es jedoch wieder freigelassen, da es zu jung war, um ohne seine Mutter überleben zu können.

Ausgewachsenes Weibchen

Vorgestern war es ein ausgewachsenes Vaquita-Weibchen, das den Wal-Experten ins Netz ging.

Es wurde in der eigens dafür eingerichteten Sea-Pen-Vorrichtung in San Felipe von Pflegern und Tierärzten betreut. Der Plan war, dass es zusammen mit weiteren Artgenossen in diesem Refugium gehalten werden sollte, bis Netze und die illegale Fischerei keine Bedrohung mehr für die Tiere darstellen.

Doch leider kam es anders. Als sich der Gesundheitszustand des Tieres verschlechterte, beschlossen die Betreuer, das Vaquita-Weibchen wieder freizulassen. Aber es verstarb trotz aller Bemühungen.

Herber Rückschlag

Das ist ein herber Rückschlag in den Bemühungen, den Vaquita vor dem Aussterben zu bewahren. Wissenschaftler und Unterstützer beraten nun, wie weiter fortgefahren werden soll.

„Wir sind tief betrübt zu erfahren, dass die am Samstag gefangene Vaquita gestorben ist. Wir sind sicher, dass die an der Gefangennahme beteiligten Experten ihr Bestes gegeben haben“, äußerte sich Alejandro Olivera, der Vertreter Mexikos für das Zentrum für biologische Vielfalt, zu dem traurigen Vorfall. „Dies sollte jedoch eine Mahnung an die mexikanische Regierung sein, dass „Plan A“ niemals vergessen werden sollte. Um diese seltenen Schweinswale nachhaltig zu schützen, muss die mexikanische Regierung ein für allemal tödliche Kiemennetze aus dem Lebensraum der Vaquita entfernen.“
(Quellen: cbs8.com, abcnews.go.com)

Lesetipps zum Thema

* Suche nach Schweinswalen beginnt
* Rettungsvorbereitungen laufen
* Der kleinste Schweinswal

2 Kommentare

  1. Alles Waschlappen, die Vaquitas – obwohl, ich würde auch Herzflattern bekommen, wenn ich von dressierten Löwen in ein Gehege getrieben würde.

    So oder so ähnlich muss das den Schweinswalen vorkommen: Große Tümmler sind für die kleinen Vaquitas definitiv jemand, dem sie nicht begegnen möchten.

    Ich wüsste aber auch keine Möglichkeit, das Ganze schonender zu gestalten. Jetzt rächt sich bitterlich, dass man die Vaquitas nicht früher erforscht hat bzw. erforschen durfte.

    geschrieben von Norbert
  2. o je, das sieht gar nicht gut aus, zumal es ja bereits das zweite Tier ist, bei dem das Tier kurz nach der Ankunft krank geworden ist.

    Weiß man denn, ob das Jungtier überlebt hat, das zuerst gefangen wurde?

    Über die Gründe kann man nur spekulieren.

    Vielleicht eignen sich die Tiere einfach nicht für ein Leben in menschlicher Obhut bzw. macht ihnen die Prozedur der Gefangennahme zu sehr zu schaffen.

    Wenn der nächste Versuch wieder so verläuft, muss man sich wohl ernsthaft fragen, ob das Vorhaben nicht gescheitert ist.

    Da die Fischer uneinsichtig sind, weil die hohen Schwarzmarktpreise für den Totoaba wohl doch zu verlockend sind, fürchte ich, dass es dafür in Kauf genommen wird, dass eine andere Tierart wohl sehr bald ausgestorben sein wird. :-(

    geschrieben von Oliver

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