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Ein „trockener“ Ausflug in die Welt der Wale und Delfine – 7. November 2007

Wer folgenden Text in einem Rutsch lesen und verstehen (!) kann, darf sich ab sofort stolz DELFINOLOGE oder DELFINOLOGIN nennen ;o))))

Streifendelfin (Foto: Rüdiger Hengl)

DELFINOLOGEN-Tex(s)t

Wenn sich die GSM und die GRD bei der nächsten IWC für Wale und Delfine einsetzen, dann ist auch die WDCS nicht weit. Außer der IWC gibt es noch die ACCOBAMS, aber auch die ASCOBANS, die bei allen Fachtagungen, zumindest innerhalb der EU, zitiert werden. Nicht zu vergessen die ECS und die E.A.A.M., die ihre nächsten Konferenzen für März 2008 angekündigt haben.

Extra zum Jahr der Delfine wurde die yod2007 gegründet. Das UN-Übereinkommen, das auf der CMS basiert, soll auch 2008 fortgeführt werden. Neben UNEP und UNESCO freuen sich die NGOs über die Initiative der yod2007.

Hast du gewusst, dass im CITES über 5.000 gefährdete Tierarten gelistet sind, zu denen auch bestimmte Wal- und Delfinarten zählen? Oder ist dir bekannt, dass auf der Roten Liste gefährdeter Arten, die von der IUCN geführt wird, der Schwertwal als LR eingestuft wird?

Alles verstanden?

Wer den Text auf Anhieb verstanden hat, der oder die darf sich von den MA auf die Schulter geklopft fühlen. Für alle anderen gibt es im Anschluss DELFDIS (Die Erklärungs-Liste für Delfinologen in spe) ;o))))

ACCOBAMSAgreement on the Conservation of Cetaceans in the Black Sea, Mediterranean Sea and Contiguous Atlantic Sea:
Internationales übereinkommen zurErhaltung von Walen und Delfinen im Mittelmeer, im Schwarzen Meer und dem angrenzenden Atlantischen Meer, das am 1. Juni 2001 offiziell in Kraft trat. Wesentliche Punkte dieses Abkommens, dessen Text 1996 einheitlich beschlossen wurde, betreffen das Verbot der Jagd auf Cetaceen sowie Programme zur Reduktion ihres Beifangs bei Fischereiaktivitäten und zur Einrichtung spezifischer Schutzgebiete.

Springender Streifendelfin (Foto: Rüdiger Hengl)

Weiterhin regt ACCOBAMS Initiativen zur Erforschung der in den genannten Meeren vorkommenden Wale und Delfine an, damit für die Entwicklung effektiver Schutzmaßnahmen essenzielle Daten ermittelt werden können. Das übereinkommen wurde bisher von den Staaten Albanien, Bulgarien, Frankreich, Georgien, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Marokko, Monaco, Libanon, Libyen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien, Syrien, Tunesien, Ukraine und Zypern unterzeichnet (Stand November 2007). ACCOBAMS, dessen Sekretariat sich in Monaco befindet, stellt neben dem die Nord- und Ostsee betreffenden „ASCOBANS“ das zweite regionale Abkommen dieser Art dar. (Quellen: accobams.org und cetacea.de)

ASCOBANSAgreement on the Conservation of Small Cetaceans of the Baltic and North Seas:
Der Grundstein für das Abkommen zurErhaltung von Kleinwalen in der Nord- und Ostsee wurde 1985 auf der ersten Konferenz der Mitglieder des übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten gelegt. Am 13. September 1991 wurde es in Stockholm endgültig beschlossen und trat am 29 März 1994 in Kraft. Das ASCOBANS-Sekretariat ist in Bonn angesiedelt. Dem Abkommen gehören folgende zehn Staaten an: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Litauen, Niederlande, Polen und Schweden. (Stand November 2006; Quelle: wikipedia.de)

CITESConvention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora:
Washingtoner Artenschutzübereinkommen, die im deutschsprachigen Raum übliche Bezeichnung für das „Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten der frei lebenden Tier- und Pflanzenwelt“. Es wurde am 3. März 1973 in Washington (D.C.) unterzeichnet und trat in der Bundesrepublik Deutschland am 20. Juni 1976 in Kraft. Das Washingtoner Artenschutzabkommen ist das wichtigste internationale Instrument des Artenschutzes, dem mehr als 150 Staaten beigetreten sind. Es enthält, entsprechend dem Grad der Schutzbedürftigkeit der Arten, abgestufte Maßnahmen (vom weltweiten Handelsverbot bis zu Teilbeschränkungen in einzelnen Staaten). Gegenwärtig (Stand 2006) umfasst das Abkommen etwa 28.000 Pflanzen- und 5.000 Tierarten. Bekannte Beispiele unter den Tieren sind Elefanten, Wale, Affen, Katzen, Bären, Greifvögel, Papageien, Land- und Meeresschildkröten, Krokodile, Riesenschlangen, Warane, Steinkorallen und Riesenmuscheln, wichtige Pflanzengruppen sind Orchideen, Kakteen, sukkulente Euphorbien und Aloen. (Quelle: Meyers Lexikon online)

Finnwale (Foto: Rüdiger Hengl)

CMSConvention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals:
Das „Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten“wurde am 23. Juni 1979 in Bonn unterzeichnet, deshalb wird es auch Bonner Konvention genannt. Das übereinkommen enthält die Verpflichtung der Vertragsstaaten, Maßnahmen zum weltweiten Schutz und zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten zu treffen, einschließlich ihrer nachhaltigen Nutzung. Dies soll insbesondere auf der Grundlage bestehender oder neuzuschaffender völkerrechtlicher Instrumente international abgestimmte Erhaltungsmaßnahmen im gesamten Wanderungsraum der betroffenen Arten erreicht werden. Weltweit gibt es schätzungsweise 8.000 bis 10.000 wandernde Tierarten. Etwa 1.200 Arten bzw. regional abgegrenzte Populationen, die akut vom Aussterben bedroht sind oder deren Bestand hoher Gefährdung ausgesetzt ist, sind vom Schutzbereich des übereinkommens erfasst. Die „Bonner Konvention“ ist mittlerweile (Stand: Juli 2007) von 104 Staaten, darunter der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, unterzeichnet und ratifiziert worden. (Quelle: Bundesministerium für Naturschutz)

DATDolphin Assisted Therapy:
Delfin gestützte Therapie, bei der dressierte Große Tümmler zur Heilung von Krankheiten bzw. zur Verbesserung sozialer Kompetenzen eingesetzt werden.

E.A.A.M.European Association for Aquatic Mammals:
Die E.A.A.M.ist eine europäische Wissenschaftlergesellschaft die sich mit Meeressäugetieren beschäftigt. Dabei liegt der Schwerpunkt in erster Linie bei in künstlicher Umgebung gehaltenen Tieren. Die E.A.A.M. hat die „Standards for Establishments Housing Bottlenose Dolphins“ erarbeitet, die eine Orientierung bieten, wenn man sich mit der Haltung von Großen Tümmlern in Delfinarien beschäftigt. Im „Position statement on the release of long-term captive cetaceans“ wird die Haltung der E.A.A.M. zur Wiederauswilderung von gefangen gehaltenen Delphinen vorgestellt. (Quelle: cetacea.de)

Großer Tümmler

ECSEuropean Cetacean Society:
Die ECS wurde 1987 gegründet. Sie ist eine Gesellschaft vor allem europäischer Biologen, Tierärzte und Wissenschaftler anderer Disziplinen. Auf der Homepage der ECS werden kommende Konferenzen angekündigt und Kontaktadressen zu den nationalen Ansprechpartnern veröffentlicht. Außerdem besteht die Möglichkeit, die „Proceedings“ zurückliegender Konferenzen zu kaufen. Studierende finden hier Möglichkeiten zum Austausch und zur Diskussion. (Quelle: cetacea.de)

EEPEuropäisches Erhaltungszuchtprogramm:
Das EEM ist ein zoo-übergreifendes Projekt zur gezielten und koordinierten Zucht von in Zoos gehaltenen Tierarten. Das ursprüngliche Ziel war, diese Tierarten auch ohne weiteren Erwerb von Wildfängen dauerhaft mit ausreichender genetischer Diversität in den Zoos zu erhalten. Seit den 1990er-Jahren verschiebt sich der Schwerpunkt mehr und mehr zur Erhaltung vom Aussterben bedrohter Arten aus Artenschutz-Gründen. (Quelle: wikipedia.de)

EUEuropäische Union:
Zu den Mitgliedstaaten gehören mittlerweile 27 Länder (Stand 2007).

GMSGesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere:
Die GSM ist eine kleine, gemeinnützig anerkannte Gesellschaft, die sich für den Schutz von Walen, Delfinen, Robben und anderen Meeressäugetieren sowie deren Lebensräume einsetzt. Sie wurde 1978 in Hamburg gegründet und arbeitet hauptsächlich ehrenamtlich. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Naturschutzpolitik und Aufklärungsarbeit.

GRDGesellschaft zur Rettung der Delfine:
Erschüttert vom millionenfachen Sterben der Delfine in den Treibnetzen der Thunfischfänger, gründete der dreifache Weltumsegler Rollo Gebhard 1991 die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

Großer Tümmler/Ägypten (Foto: SimSim-Reisen)

IWCInternationale Walfang-Kommission:
1946 wurde die Internationale Walfang-Kommission eingerichtet. Die ersten Jahrzehnte der IWC waren allerdings eher von der Ausbeutung der Wal-Bestände als von Schutzgedanken geleitet. 1982 beschloss die IWC endlich ein Verbot des kommerziellen Walfangs (Moratorium), das schließlich 1986 in Kraft trat, sowie 1994 die Einrichtung des Antarktischen Walschutzgebietes. Doch bis heute genügt die IWC nicht den Anforderungen einer Walschutz-Organisation. (Quelle: Greenpeace)

IUCNInternational Union for Conservation of Nature and Natural Resources:
Die Weltnaturschutzunion ist eine internationale Organisation, deren Aufgabe es ist, die Gesellschaften für den Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren und so zu beeinflussen, dass eine nachhaltige und schonende Nutzung der Ressourcen sichergestellt ist. Bekannt ist sie durch die Herausgabe der Roten Liste gefährdeter Arten und die Kategorisierung von Schutzgebieten. (Quelle: wikipedia.de)

Die Zoodirektorin des Augsburger Zoos – Barbara Jantschke – beschreibt die IUCN folgendermaßen mit wenigen Worten: „Die IUCN sammelt Daten und wertet sie aus. Dann teilt sie die Tiere in verschiedene Kategorien ein. Es gibt sieben: von ausgestorben – das heißt, es gibt keine lebenden Exemplare mehr – bis nicht gefährdet. … Stark gefährdet bedeutet zum Beispiel, dass es weniger als 2.500 geschlechtsreife Individuen gibt und zugleich ein Rückgang von 20 Prozent oder mehr in fünf Jahren – oder zwei Generationen – befürchtet wird. Das sind nur zwei Punkte von sieben. Der Klassifizierungskatalog der IUCN hat 38 Seiten.“ (Quelle: Friedberger Allgemeine, 6. September 2016)

LRLow Risk:
Das bedeutet „geringes Risiko“. Tiere werden mit einem Risiko-Faktor, der den Grad ihrer Bedrohung verdeutlichen soll, auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion geführt.

MAMeeresakrobaten:
Das sind flinke Delfine, die durch die Weltmeere schwimmen, tauchen, surfen und springen, und so lautet auch der Name dieser Website ;o)))

NGONon Governmental Organisation:
Eine Nichtregierungsorganisation, d. h. eine nichtstaatliche Organisation, ist eine nicht auf Gewinn gerichtete, von staatlichen Stellen weder organisierte noch abhängige Organisation. In Deutschland ist jede Organisation ohne Gewinnabsicht, bei Vereinen mit anerkannter Gemeinnützigkeit oder auch ohne, eine „nichtstaatliche Organisation“, darunter auch etwa Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Sportvereine oder Interessenverbände. Meist wird der Begriff aber auf den Bereich der Zivilgesellschaft bezogen, nichtstaatliche Organisationen sind damit oft in den Bereichen Sozialarbeit, Umweltschutz, Tierschutz, Bildung oder Menschenrechte aktiv. Häufig verfolgen sie auf ihren Gebieten andere Ziele als die staatliche Regierung oder Verwaltung. Nichtstaatliche Organisationen, die weltweit aktiv sind, werden als Internationale Nichtregierungsorganisationen bezeichnet. (Quelle: wikipedia.de)

Grauwal (Foto: Frank Blache)

UNUnited Nations:
Abkürzung für Vereinte NationenDie UN sind eine Staatenverbindung zur Sicherung des Weltfriedens und zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit; 1945 als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes gegründet. Die UN sind mit internationaler Rechtspersönlichkeit ausgestattet; sie und ihre Beamten genießen besondere Vorrechte und Immunitäten. Ihr Hauptsitz ist New York, weitere Sitze sind Genf, Wien und Nairobi. Zu den UN gehörende Spezialorgane und Sonderorganisationen haben ihren Sitz an verschiedenen Orten. Arbeitssprachen sind Englisch und Französisch; offizielle Sprachen sind Russisch, Spanisch, Chinesisch und Arabisch. Den UN gehören (2007) 192 Mitgliedsstaaten an. (Quelle: Meyers Lexikon online)

UNEPUnited Nations Environment Program:
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen hat seinen Hauptsitz in Nairobi, Kenia. Es ist das erste Organ der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in einem Entwicklungsland. Das Umweltprogramm wurde 1972 mit der Resolution 27/2997 vom 15. Dezember 1972 ins Leben gerufen. Nach seinem Selbstverständnis ist das Programm die„Stimme der Umwelt“ bei den Vereinten Nationen. UNEP wirkt als Auslöser, Anwalt, Lehrer und Vermittler für den schonenden Umgang mit der Umwelt und einer nachhaltigen Entwicklung. Es arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen, darunter anderen UN-Organisationen und anderen internationalen Organisationen, Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft. (Quelle: wikipedia.de)

UNESCOUnited Nations Educational, Scientific and Cultural Organization:
Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur ist eine Internationale Organisation und gleichzeitig eine der 16 rechtlich selbständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen. Sie hat ihren Sitz in Paris (Frankreich). Derzeit sind 193 Staaten in der UNESCO vertreten. (Quelle: wikipedia.de)

Streifendelfin (Foto: Susanne Gugeler)

WDCSWhale and Dolphin Conservation Society:
Die WDCS ist eine der weltweit aktivsten gemeinnützigen Organisationen, die sich ausschließlich für den Schutz von Walen und Delfinen und ihrem Lebensraum einsetzt.

yod2007Year of the Dolphin 2007:
Das UN-Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten, seine speziellen Abkommen zu Walen, Delfinen und Schweinswalen, das Abkommen zum Schutz von Walen und Delfinen im Mittelmeer und im Schwarzen Meerund das Abkommen zur Erhaltung von Kleinwalen in der Nord- und Ostsee haben gemeinsam mit der Whale and Dolphin Conservation Society das Jahr 2007 zum Jahr des Delfins erklärt. Vor kurzem ist beschlossen worden, die erfolgreiche Initiative in 2008 fortzuführen.

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