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Doktortitel bedeutet Verpflichtung


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Tote La-Plata-Delfine
(Foto: YAQU PACHA)

Mehr Schutz und bessere Lebensbedingungen für Delfine

Nun bin ich mir darüber seit Jahren im Klaren, was ich für Delfine und andere Kleinwale gerne erreichen möchte: mehr Schutz, bessere Lebensbedingungen und ein klares Bekenntnis möglichst vieler Länder, Organisationen, Zoos und Aquarien zur Erhaltungszucht. Denn diese ist nicht erst seit gestern dringend notwendig.

Obwohl die IUCN auch erst im vergangenen September den bedeutsamen Bericht zu Erhaltungsoptionen bei Kleinwalen (ESOCC – Ex-Situ Options for the Conservation of small Cetaceans) veröffentlichte – also beinahe zur selben Zeit, als ich meine Arbeit eingereicht habe -, ist dieser doch das Ergebnis jahrelanger Forschung und Symposien und der Bericht könnte nicht dringender klingen: Für elf Spezies empfiehlt dieser eine sofortige Aufnahme von Zuchtbemühungen in Menschenhand und auch für die bereits gehaltenen Großen Tümmler fordert die breite Mehrheit der Experten die Fortsetzung der Zucht und Haltung.

So viel also dazu, dass die Opposition gegen Delfinarien eine vom Kern her wissenschaftliche Bewegung sei.

Ist „frei zu sterben“ die Option?

Obwohl Aktivisten in der Öffentlichkeit immer vorgeben, sich um das Wohl der Tiere kümmern zu wollen, gehört das Aufhalten des Aussterbens anscheinend nicht dazu. Denn Verantwortung für Erhaltungsprogramme wollen Delfinariengegner nicht übernehmen.

Oft heißt es dann, wir Menschen seien zwar Schuld am Aussterben der Tiere, aber dann müsse es eben so kommen. Für Delfine sei es doch besser, frei zu sterben, als in einem Delfinarium weiterzuleben.

Wer Tiere wirklich kennt, weiß wie stark ihr Überlebenswille ist. Das Postulat der Tierrechtler geht an der Wirklichkeit komplett vorbei und ist tierverachtend.

Eine wissenschaftliche Herangehensweise an das gesamte Thema Delfinarien und Arterhaltung ist die einzige ethisch vertretbare Option, und die werde ich als logische Fortsetzung meiner Dissertation weiter voranbringen.

Hier geht es weiter.

Ein Kommentar

  1. Nochmals herzlichen Glückwunsch von meiner Seite. Ich hoffe, dass Du in den Bereichen arbeiten kannst, die Dich glücklich machen und Dir (berufliche) Erfüllung geben.

    geschrieben von Oliver

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