Berichte

Mit Frank auf Grizzly- und Orca-Suche


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Der Ursus arctos horribilis – wie der Grizzly wissenschaftlich genannt wird – ist eine imposante Erscheinung und mit einer Kopfrumpflänge von 150 bis 250 cm größer als der Schwarzbär.

Ein stattlicher Grizzly (Foto: Frank Blache)

Er kann eine Schulterhöhe von bis zu 150 cm erreichen und dabei ein Gewicht von bis zu 400 kg auf die Waage bringen. Auch wenn die Grizzlys oft gemächlich dahin trotten, können sie eine Geschwindigkeit von bis zu 64 km/h erreichen! Grizzlys ernähren sich überwiegend vegetarisch, doch während der Laichzeit der Lachse decken sie ihren Nahrungsbedarf fast ausschließlich durch Fischfang.

Bären-Tour mit dem Boot

Früh am nächsten Morgen – es ist gerade Ebbe – brechen wir zur einer weiteren Bärentour auf. Dieses Mal geht es allerdings nicht zu den Hochsitzen (die haben wir während unseres Aufenthalts dreimal besucht), sondern wir fahren mit dem Boot die Küste entlang. Die Bären nutzen das Niedrigwasser und suchen zwischen den nun zugänglichen Felsen und Steinen nach Nahrung – wie zum Beispiel nach kleineren Fischen, die den Rückzug ins tiefere Wasser nicht rechtzeitig geschafft haben. Aus nächster Nähe können wir beobachten, wie ein Grizzly mühelos einen Felsen umdreht, der selbst von zwei ausgewachsenen Männern nicht bewegt werden könnte. Aber nicht nur die Bären sind auf Beutezug, auch Adler und Reiher sind immer wieder zu beobachten.

Während der drei Tage auf der Lodge können wir auch mehrmals Schwarzbären beobachten. Einer kommt sogar bis auf wenige Meter an die Häuser heran und bietet uns dabei ein fantastisches Fotomotiv. Besser geht es nicht!

Eine Gruppe Orcas (Foto: Frank Blache)

Orcas, ganz aus der Nähe (Foto: Frank Blache)

Die Grauwale bleiben aus

Nach drei Tagen hören wir wieder den durchdringenden Klang unseres Wasserflugzeugs und wir müssen Abschied nehmen von Bär & Co. – unser nächstes Ziel ist Tofino. Tofino liegt an der Westküste (Pazifischer Ozean) von Vancouver Island. Bevor wir unser nächstes Etappenziel erreichen, besuchen wir noch die herrlichen, uralten Baumriesen (einige höher als der Schiefe Turm von Pisa, und der bringt es immerhin auf 54 m!) der Cathedral Cove und das sehenswerte Informationszentrum des Pacific Rim Nationalparks.

Der nächste Tag gehört wieder den Walen! Vor Tofino lebt eine kleine Population von Grauwalen, der wir einen Besuch abstatten wollen. Als wir kurze Zeit später im kleinen Whale-Watch-Boot sitzen, bin ich heilfroh, dass es sich um ein geschlossenes Boot handelt. Der Pazifik ist alles andere als still! Kaum haben wir den offenen Ozean erreicht, wird unser kleines Boot hin und her geschaukelt. Unserem Bootsführer – ein einheimischer Indianer – macht das allerdings nichts aus. Von ihm erfahren wir auch, dass die Grauwale schon seit einigen Wochen nicht mehr gesichtet wurden.

Dafür soll eine kleine Gruppe von Orcas (Transients) in der Nähe sein, die wir nun suchen. Tatsächlich tauchen kurze Zeit später drei Finnen zwischen den Wellenbergen auf. Gute Beobachtungen lässt der Pazifik heute nicht zu und irgendwie sind alle froh, als es zurück in die ruhigen Küstengewässer geht.

Frank vor seiner Unterkunft (Foto: Frank Blache)

Totempfähle und andere Schnitzereien

So langsam nähert sich unsere Reise dem Ende. Unsere nächste Station am anderen Tag ist Viktoria. Auf dem Weg dorthin machen wir noch verschiedene Stopps und besuchen unter anderem das Cowichan Native Center in der Totempfahl-Stadt Duncan. Am frühen Nachmittag erreichen wir schließlich Viktoria und zum Abschluss unserer Wal- und Bären-Tour besuchen wir noch das berühmte Royal British Columbia Museum. Hier ist eine ganze Etage den First Nations gewidmet. Neben vielen interessanten Exponaten und Informationen beeindrucken mich besonders die Totempfähle und andere Schnitzereien, die oft mit den Orcas zu tun haben.

Am nächsten Morgen fahren wir mit der Fähre zurück nach Vancouver und ein paar Stunden später sitze ich im Flieger zurück nach Deutschland. Eine tolle Kanada-Reise geht zu Ende…

(Wenn du die Fotos anklickst, vergrößern sie sich.)

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