Vita

Wie alles begann

Delfine hielten mit Beginn der TV-Serie „Flipper“ in den 1960er-Jahren Einzug in meine „Kinder-Stube“ – wie bei vielen anderen meines Jahrgangs auch.

Begegnung mit Delfinen in Antibes

Dass „der Flipper“ von insgesamt fünf verschiedenen weiblichen Großen Tümmlern gespielt wurde, wusste das begeisterte Publikum damals noch nicht.

Schule und Studium

In der Schule war Biologie schon immer mein Lieblingsfach. Vor allem der Bereich „Verhaltenslehre der Säugetiere“ hat es mir angetan. Mit Biologie ging es dann auch im Studium weiter.

So richtig Zugang zu Delfinen fand ich Ende der 1970er-Jahre, während ich an meiner Zulassungsarbeit für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen saß. Dem Thema Delfine näherte ich mich damals nicht nur über die Lektüre vieler Bücher, sondern ich hatte im Sommer 1978 auch meinen ersten „Live-Kontakt“ mit Delfinen in einer Freiluftanlage in Antibes/Südfrankreich. Dort war ich eine Woche lang Gast im Marineland und durfte mich täglich bei den Großen Tümmlern Splish und Splash aufhalten, um Studien für meine Arbeit zu betreiben.

Großer Tümmler in Griechenland (Foto: Rüdiger Hengl)

Das Thema „Delphine – unter besonderer Berücksichtigung des Großen Tümmlers und Möglichkeiten der unterrichtlichen Behandlung“ formulierte mein damaliger Dozent Prof. Dr. Werner Gotthard zusammen mit mir aus. (Aus meiner Hochschul-Arbeit wurde übrigens im Jahr 2006 mein DELFIN-BUCH. Selbstverständlich hatte ich den Inhalt zuvor auf den neusten Forschungsstand gebracht, wobei mir der Wal-Experte Günther Behrmann eine große Hilfe war. Leider ist das Buch mittlerweile vergriffen.)

Delfin-Frau

Die Delfine ließen mich fortan nicht mehr los. Ich erforschte ihre Lebensweise sowohl in europäischen Delfinarien und Freiluftanlagen (in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Schweden, Spanien und in der Schweiz) als auch in freier Natur (auf Teneriffa, in Irland, Ägypten, Griechenland, Kroatien, Italien und Kanada sowie auf Sylt die Schweinswale).

Auf offenem Meer begegnete ich „meinen“ ersten Großen Tümmlern 1995 bei den Nördlichen Sporaden/Griechenland. Bei mehreren Ausfahrten war ich immer die erste an Bord, die eine Delfin-Schule entdeckte. Daher bekam ich während meines Aufenthaltes in Griechenland vom Kapitän des Whale-Watching-Bootes den Namen „die Delfin-Frau“.

Auch 22 Jahre nach meiner ersten Begegnung mit frei lebenden Delfinen in Griechenland, hatte ich wieder das Glück, ungefähr in der gleichen Gegend die Erste zu sein, die Delfine entdeckte. Der Biologe vom Meeresschutzpark in Alonnisos nannte mich daraufhin „Dolphin Lady“. ;o) Mehr zu meinem Urlaub im Juni 2017 findet ihr unter Mamma Mia und Meer …

Im Nürnberger Delfinarium

Sehr gut gefallen hat mir eine Veranstaltung in Nürnberg, bei der ich (2002) einmal hinter die Kulissen des Delfinariums blicken durfte und sehr viel über die Betreuung und die Pflege der in Nürnberg gehaltenen Großen Tümmler (sowie deren Freunde, die Kalifornischen Seelöwen) erfuhr.

Delfin-Lagune in Nürnberg (Foto: Rüdiger Hengl)

Delfin-Lagune in Nürnberg (Foto: Rüdiger Hengl)

Bei Moby & Co.

Im September 2008 habe ich Moby & Co. erneut besucht. Es war ein unglaubliches Erlebnis. Ich habe fast dreieinhalb Stunden mit den damals acht in Nürnberg lebenden Großen Tümmlern verbracht, sie gefüttert, gestreichelt und mit ihnen gespielt. Dabei habe ich so ganz nebenbei die Eigenheiten sowie körperlichen Merkmale der einzelnen Tiere kennengelernt und mir eingeprägt. Bei meinem nächsten Besuch werde ich Jenny und Sunny, Naomi und Noah, Nynke und Anke sowie Moby und Eva (Nachtrag: Eva starb am 22. Juli 2009 im Alter von 40 Jahren.) bestimmt gleich mit dem richtigen Namen ansprechen können.

Das neue Zuhause der Nürnberger Delfine

Im Juli 2011 hatte ich das große Glück, bei einer Exklusiv-Führung durch die neue Delfin-Lagune in Nürnberg hinter die Kulissen des neuen Außenbeckens blicken zu dürfen. Vom Delfin-Experten Dr. Lorenzo von Fersen habe ich dabei sehr viel gelernt. Es ist unglaublich, wie viele Gedanken in die Technik gesteckt wurden, die sowohl den Delfinen als auch der Umwelt gerecht wird. Mehr dazu in Unter den Delfinen.