Berichte

25 Jahre Yaqu Pacha („Wasserwelt“)


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Im Film sieht man einen jungen La-Plata-Delfin, der im Januar 2012 an der Küste Argentiniens gestrandet war und von der SOS-Station Mundo Marino Foundation aufgenommen wurde.

2012 war auch das Jahr, in dem mithilfe von Yaqu Pacha die Organisation Consórcio Franciscana gegründet wurde. Sie kümmert sich vor Ort um den Schutz der kleinen Delfine.

Forschung an toten Tieren

Neben den Beobachtungen von lebenden Delfinen ist auch die Forschung an toten Tieren sehr wichtig.

Mit den Fischern an den Küsten Südamerikas hat Yaqu Pacha vereinbart, dass diese Beifang-Tiere nicht im Meer entsorgen, sondern für wissenschaftliche Untersuchungen den Mitarbeitern der Organisation übergeben sollen.

Toter La-Plata-Delfin
(Foto: Yaqu Pacha)

So konnte herausgefunden werden, dass die La-Plata-Delfine nur einen kurzen Lebenszyklus haben. Ihr Höchstalter beträgt 17 bis 19 Jahre. Ihre Geschlechtsreife erreichen sie zwischen zwei bis fünf Jahren. Geburten liegen zwei Jahre auseinander. Etwa neun Monate lang werden die Delfin-Babys gestillt.

Auch über Nahrung und Umweltbelastungen geben die Untersuchungen Aufschluss. So fand man im Muskelgewebe der Tiere u.a. Sonnenmilch- und Insektizid-Rückstände.

Außerdem wird Plastik in den verendeten Tiere gefunden. Vor allem in Flussmündungen sind die Mägen der Delfine mit Plastik gefüllt.

Beifänge werden markiert

Nicht nur die Anatomie der kleinen Delfine interessiert die Wissenschaftler von Yaqu Pacha, sondern auch der Anteil an Beifangopfern.

Um herauszufinden, wie viele tote Tiere überhaupt anlanden, markieren die Forscher tote La-Plata-Delfine mit Plaketten, die sie am Maul der Tiere befestigen. Dann werfen sie die verendeten Delfine ins Wasser zurück und warten ab, wie viele der markierten Tiere angelandet werden.

Nur 21 Prozent kommen am Strand an … Man kann also davon ausgehen, dass drei Viertel der toten Tiere unentdeckt im Meer versinken.

Projekt Partner des Meeres in Brasilien

Erfolge

Obwohl es dem La-Plata-Delfin sowie anderen wasserlebenden Tieren in Südamerika nicht gut geht, konnten Yaqu Pacha und andere Organisationen auch Erfolge verzeichnen.

So wurde u.a. 2012 das Fischereigesetz in Chile sowie in Brasilien novelliert. Außerdem hat die IWC (Internationale Walfang-Kommission) den Conservation Management Plan (CMP) für den La-Plata-Delfin angenommen. Es ist der erste CMP für kleine Zahnwale. Ziel des Plans ist es, das Habitat des La-Plata-Delfins zu schützen und menschliche Bedrohungen – hier vor allem Beifang – zu reduzieren.

An dieser Stelle möchte ich YAQU PACHA zum 25-jährigen Jubiläum gratulieren! Macht weiter so, die Tiere brauchen euch!

Die Meeresakrobaten sind seit 2015 Partner des Meeres in Brasilien.

5 Kommentare

  1. In der vorletzten Ausgabe der Zeitschrift „Tauchen“ war eine große Aufstellung „aller“ Meeresschutzorganisationen … „Yaqu Pacha“ hat gefehlt. Wie so oft.
    „Sinnvoll“ und „effektiv“ ist halt was anderes als „laut“ und „auffällig“

    Schade eigentlich.

    geschrieben von Norbert
    1. Hallo Norbert,
      nachdem Jasmin Jaersch in ihrem am 12.5.2017 in TAUCHEN veröffentlichtem Kommentar (https://www.tauchen.de/tauchwissen/biologie/kommentar-delfinarien-in-deutschland-verbieten/) fordert, Delfinarien in Deutschland zu verbieten, sehe ich dieses „Magazin“ inzwischen etwas zwiespältig.

      geschrieben von Rüdiger Hengl
    2. Vorgestern habe ich auf der Seite einige Kommentare und kritische Nachfragen zu den Inhalten des Kommentars hinterlassen, u.a.:

      – als Ergänzung zu Rüdigers Zitat aus dem Kommentar bezüglich der Nachzuchten, dass man auch global betrachtet erst einmal auszählen müsste, ob die Aussage, die wenigsten Tiere stammten aus Nachzuchten überhaupt zutrifft, mit Verweis auf Ceta-base,

      – bezogen auf den ersten Absatz von Martins Kommentar der Einwand, dass die Autorin sich gegen die Delphinhaltung in Deutschland ausspricht, dies aber mit Argumenten begründet, die zwar weltweit zutreffen können, in Deutschland aber eben nicht,

      – eine Frage an die Autorin, ob sie bei ihrem Besuch in Duisburg konkrete Anhaltspunkte bei den Tieren beobachten konnte, die auf das von ihr unterstellte schlechte Befinden der Tiere hinweisen, in die Bitte, diese zu erläutern, um sich bei einem Besuch vor Ort selbst davon überzeugen zu können.

      Bis jetzt sind keine der Kommentare zu sehen, geschweigen denn eine Antwort auf die Frage erfolgt.

      geschrieben von Dani
  2. Man merkt Susanne einfach an, dass die aufgrund Ihrer Ausbildung und aufgrund dessen, dass sie schon viele Bücher rezensiert (besprochen) hat, in der Lage ist, auch schwierige Themen verständlich zusammenzufassen, um sie so auch dem breiten Publikum zugänglich zu machen. Das ist ihr auch hier wieder glänzend gelungen.

    Ein weiteres Beispiel für ihre Kompetenz ist die Kinderseite http://www.derkleinedelfin.de, auf der FINN, der kleine Delfin, von Susanne textlich unterstützt, die Meeressäuger und deren Lebensraum so erklärt, dass jeder, aber auch wirklich jeder der lesen kann (für die meisten beginnt das im Grundschulalter), das Dargestellte begreifen und verstehen kann.

    geschrieben von Rüdiger Hengl
    1. Vielen Dank für das nette Kompliment, Rüdiger! ;o))

      geschrieben von Susanne

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