Berichte

Seitenlinienorgan bei Schweinswalen


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Elektromagnetisches Ampullenorgan
(Zeichnung: Günther Behrmann)

Erinnerungen an die Schulzeit

Das erinnerte mich an meine Schulzeit. Ein guter Lehrer führte uns ein selbst gebasteltes Modell vor, das zeigte, warum ihm oder uns manchmal die Haare zu Berge stehen.

Es ging ihm also darum, uns die Kraft der elektrischen Aufladungen von Gegenständen zu erklären.

Drei Kügelchen aus Holundermark hatte er mit kurzen Fäden an einen hölzernen Zahnstocher gebunden. Dann nahm er seinen Hornkamm, rieb ihn am Ärmel und führte den nun aufgeladenen Kamm zu den Kügelchen, die sich gleich voneinander abstießen und sich weit vom Holz entfernten.

50 Jahre später sah ich bei meinem Schnitt durch eine Zungenpapille ein Ampullenorgan, das fast so aussah, wie das Modell meines Lehrers.

Die erdmagnetischen Rezeptoren der Schweinswale

Ob Wale bei ihren Wanderungen sich von erdmagnetischen Wellen leiten lassen, wird bis heute diskutiert (Anmerkung Meeresakrobaten: Siehe dazu auch Machen Sonnenstürme Wale orientierungslos?).

Es war Prof. Dr. M. Klinowska, die 1985/1986 über häufige Wal-Strandungen an den Küsten der Irischen See berichtete. Diese Strandungen fanden häufig statt, wenn die dort manövrierenden U-Boote auch Probleme mit dem Erdmagnetismus hatten.

Nachdem mir gezeigt wurde, wie die Geräte für Messungen erdmagnetischer Wellen aussehen und funktionieren, suchte ich bei meinen Arbeiten mit der Walhaut auch nach möglichen erdmagnetischen Rezeptoren.

In der Zungenspitze und in der Epidermis der Unterlippe fand ich viele frei endende Nerven, die eng beieinander lagen und über die Haut hinausragten.

Ähnlich wie das Seitenlinienorgan der Fische

Die aufspleißenden Spitzen der Nervenbündel waren von einer geleeartigen Schicht bedeckt. Dieses Ampullenorgan ist vergleichbar mit dem Seitenlinienorgan der Fische. (Anmerkung Meeresakrobaten: Die Ampullen können außer Druck auch Kälte sowie chemische und elektrische Reize empfangen.)

Hier geht es weiter.

Ein Kommentar

  1. Glückwunsch Günther.
    Vielleicht kann man das in einigen Jahren in einem Biologie-Buch lesen. Vielleicht? Nee, da bin ich mir ganz sicher! Es dauerte – so meine Erfahrung – bei allem immer etwas länger, bis die oft sturen „Forscher“ mal was Neues akzeptierten.

    Bin gespannt, ob irgendeiner kommt und versucht, deine Erkenntnisse zu widerlegen. Er wird sich schwer tun!

    geschrieben von Rüdiger Hengl

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