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Seitenlinienorgan bei Schweinswalen


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Tastorgane

Seitenlinienorgan bei Schweinswalen
(Foto: Günther Behrmann)

Die meisten Druckrezeptoren sind bekannt und wurden vorher schon in Menschen und Tieren entdeckt.

Die Druckrezeptoren der Wale sind noch lange nicht bekannt, denn immer noch werden neue Variationen gefunden.

Besucher von Delfinarien können beobachten, dass die Delfine Gegenstände mit den Nasen berühren. Dort und in der Zungenspitze liegen die größten lamellierten Tastorgane.

Darüber hinaus liegen in der Haut des Kopfes und des ganzen Körpers und in der darunterliegenden Muskulatur eine große Anzahl Druckrezeptoren. Einige davon sollen nun hier vorgestellt werden.

Druckrezeptoren in der Nasenspitze

Die größte Varationsbreite in der Haut der Wale haben die lamellierten Druckrezeptoren, die Vater-Pacini und Golgi-Mazzoni beschrieben haben.

Die größten Druckrezeptoren liegen in der Nasenspitze und können bis zu 5 mm lang werden. Sie bestehen aus zwiebelförmig aufgebauten nervösen Lagen und können dadurch unterschiedliche Drucke erfassen.

Druckrezeptoren
(Foto und Zeichnungen: Günther Behrmann)

Die Haut der Delfine bleibt immer glatt.
(Fotos: Günther Behrmann)

Oberflächensensibilität der Haut

Von russischen Wissenschaftlern wurden vor Jahren Strömungsversuche an Delfinen und Menschen gemacht.

Bei der Schwimmerin verschob sich schon bei etwas stärkerer Strömung die Haut, und bei starker Strömung entstanden Hautfalten.

Die Haut des begleitenden Delfins blieb auch bei starker Strömung glatt und die Beobachtungen zeigten, dass auftretende Veränderungen auf der Haut sofort ausgeglichen wurden.“

Anmerkung Meeresakrobaten: Die von Günther Behrmann gefundenen Ampullenorgane in der Haut der Schweinswale brachten ihm die Erkenntnis, dass nicht nur Fische oder Lurche mit Seitenlinienorganen für die Orientierung ausgestattet sind, sondern auch Meeressäugetiere. Der Wal-Präparator hat damit eine bahnbrechende Forschungsarbeit geleistet.

Bitte beachten!

Dieses Material ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht ohne Rücksprache mit Günther Behrmann bzw. den Meeresakrobaten verwendet werden!

Lesetipps

* Günther Behrmann, Anatomie des Zahnwalkopfs
* Anatomie der (Wale und) Delfine
* Forschung im Nürnberger Tiergarten

Ein Kommentar

  1. Glückwunsch Günther.
    Vielleicht kann man das in einigen Jahren in einem Biologie-Buch lesen. Vielleicht? Nee, da bin ich mir ganz sicher! Es dauerte – so meine Erfahrung – bei allem immer etwas länger, bis die oft sturen „Forscher“ mal was Neues akzeptierten.

    Bin gespannt, ob irgendeiner kommt und versucht, deine Erkenntnisse zu widerlegen. Er wird sich schwer tun!

    geschrieben von Rüdiger Hengl

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