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Sind betreute Meeresbuchten real?


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SeaLife Trust
(Quelle: SeaLife Trust)

Beluga-Sanctuary in Island

Und was ist mit dem Belugawal-Sanctuary in Island?

Dorthin haben SeaLife-Eigentümer Merlin Entertainment in Kooperation mit der WDC zwei Tiere verbracht. Wahrscheinlich wird sich WDC schon wünschen, diese Kooperation nicht eingegangen zu sein. Oder man ist wie bisher beratungsresistent und ignoriert die Fakten, was man ja bei den Hetzkampagnen gegen Zoos auch schon immer getan hat.

Auf jeden Fall zeigen neueste Fotos einer unabhängigen Recherche das wahre Gesicht des Sanctuary-Projekts in Island.

Steine bergen Verletzungsrisiko

Statt als (in Hochglanzprojekten beworbene) paradiesische Bucht kann man die Örtlichkeit nur als finsteres Loch zwischen nackten Felsen bezeichnen. Die nackten Felsen über sowie unterhalb des Wassers sowie tausende Steine stellen ein enormes Verletzungsrisiko für die Tiere dar.

Die Umgebung bietet außerdem praktisch gar keine Bereicherung für die Tiere, die zudem bald nur noch wenig mit Trainern interagieren sollen.

Es mag also zwar ein großes Becken sein, aber das dies alleine für das Wohlbefinden von Tieren in menschlicher Obhut nicht ausreicht, ist bei den Tierrechtsethikern immer noch nicht angekommen.

Das neue Zuhause der zwei Belugas
(Foto: Robin de Vries)

Die Bucht, die von Land nicht zu erreichen ist, bietet keine Einrichtung für Trainer und Biologen, die zu jeder Arbeit mit den Tieren per Boot anreisen müssen und dort ohne Schutz dem Wetter ausgesetzt sind.

Tierärztliche Versorgung bei Notfällen ist gefährdet

Dass so eine ausreichende Versorgung und Beschäftigung (die ja aber wegen der Tierrechtsideologie sowieso gar nicht erwünscht ist) gar nicht möglich sind, wird jedem Tierkenner sofort klar.

Dramatisch wird das dann besonders bei tierärztlichen Notfällen.

In der temporären, auf Land gelegenen Beckenanlage war zudem ein großes Unterwasserfenster installiert zur Beobachtung des „Tierwohls“, wie es von SeaLife selbst den Besuchern des Zentrums erklärt wird. Im nun aktuellen Gehege der Tiere im Meer fehlt jegliche Möglichkeit dieser Beobachtungsart.

Warum die Beobachtung des Tierwohls gerade jetzt nach dem kritischen Transfer in eine völlig neuartige Umgebung, auch mit Hinblick auf die vor Ort völlig fehlende tierärztliche Versorgung, anscheinend nicht mehr benötigt wird, verschweigt SeaLife denjenigen Menschen, die sich darüber Gedanken machen.

Höchst unprofessionell und gefährlich ist das für die Tiere.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.

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