Berichte

In der Heimat der Delfine


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Meeresakrobaten, 8. Juni 2018

Es war wieder wunderschön in Ligurien. Das Wetter hat zwar nicht so richtig mitgespielt und die Luftfeuchtigkeit lag bei 96 Prozent – aber dafür gab es viel frisches Grün und fantastische Blüten zu bewundern.

Follow The Whales

Zweimal konnte ich aufs Meer hinausfahren mit Elena und der Crew von „Follow The Whales“. Auf beiden Touren sahen wir Streifendelfine und Mondfische.

Da die flinken Delfine so schnell sind, habe ich mich in diesem Urlaub aufs Filmen beschränkt. Die tollen Fotos unten stammen allesamt von Elena.

So muss Whale-Watching ablaufen

Es tut so gut, mitzuerleben, wie behutsam die Mannschaft auf der Corsara mit den Meerestieren umgeht. Höchstens 20 Minuten verweilt das Schiff bei den Delfinen, dann verlässt es das Gebiet wieder, um die Tiere nicht allzu sehr zu stören.

Die Freude an Bord ist riesig, wenn die Meeresakrobaten in der Bug- oder Heckwelle mitsurfen, aus dem Wasser springen oder kurzzeitig auf der Schwanzflosse balancieren.

Streifendelfine
(Foto: Elena Scavone)

Streifendelfine
(Foto: Elena Scavone)

Mondfisch
(Foto: Elena Scavone)

Mondfisch
(Foto: Elena Scavone)

Unterricht auf dem Meer

Bei der zweiten Ausfahrt war eine Schulklasse mit an Bord. Die Kinder hörten den Informationen von Elena und den Lehrern aufmerksam zu und zeigten sich recht diszipliniert, obwohl es hohe Wellen gab und der ein oder andere nass gespritzt wurde.

Als die Delfine dann am Boot waren, war die Begeisterung riesig. Auf der Rückfahrt waren die ca. 13-jährigen Schüler ganz ausgelassen, sangen und spielten. So eine „Outdoor-Schulstunde“ ist halt etwas ganz Besonderes.

Mülltrennung und Rauchverbot

Auf der Corsara wird wertgelegt auf Mülltrennung. Außerdem herrscht Rauchverbot. An der Bar gibt es Kleinigkeiten zu essen und zu trinken. Der Espresso schmeckt hier besonders gut. Damit „belohne“ ich mich immer, wenn ich Delfine gesehen habe und wir uns wieder auf die Rückfahrt begeben.

Walschutzgebiet

Die Fahrt dauert im Frühjahr ca. vier Stunden, im Sommer ca. sechs bis sieben Stunden. Dann werden nämlich auch noch andere Häfen angefahren, an denen Gäste zusteigen können. Im Mai startet die Corsara nur von Imperia aus. Von Juni bis Oktober gibt es Zusteigemöglichkeiten in Sanremo, Bordighera und Andora.

Das Whale-Watching-Gebiet befindet sich in einem Walschutzgebiet, das sich an der italienischen, französischen und monegasischen Küste entlangzieht. Auch die Insel Korsika gehört zum Sanctuary dazu.

In diesem Naturschutzgebiet kann man neben Streifendelfinen auch noch Finnwale (die zweitgrößten Tiere der Erde), Pottwale, Schnabelwale, Rundkopfdelfine, Grindwale, Gemeine Delfine und Große Tümmler beobachten.

Streifendelfine
(Foto: Elena Scavone)

Streifendelfine
(Foto: Elena Scavone)

Meer ist 2.000 Meter tief

In etwa einer halben Stunde erreicht die Corsara eine Meerestiefe von 2.000 Metern. Hier beginnt die eigentliche Beobachtung. Elena fordert dann die Gäste auf, der Crew beim Schauen und Suchen zu helfen. Sie erklärt dabei, dass man auf Fontänen achten soll. Doch sie macht auch darauf aufmerksam, dass Geduld und Ausdauer erforderlich sind, um einen Wal oder Delfine zu Gesicht zu bekommen. Denn man befindet sich ja nicht in einem Zoo, sondern in der Heimat der Meeressäuger. Und diese halten sich meist unter der Wasseroberfläche verborgen.

Empfehlungen

Geeignet sind die Touren für jedes Alter. Empfohlen wird bequeme Kleidung, aber auch Windjacken, Mützen und Sonnenbrillen sowie schützende Sonnencreme sollten nicht vergessen werden.

Buchen kann man bei www.whalewatchimperia.it per Mail oder per Telefon.

Am Delfinbrunnen in Ospedaletti
(Foto: Rüdiger Hengl)

Elegante Meeresakrobaten aus Holz
(Foto: Rüdiger Hengl)

Delfin-Skulpturen

Aber nicht nur die Delfine im Meer haben es mir angetan, sondern auch die Skulpturen, die ich in Sanremo und Ospedaletti entdeckt habe.

Die Delfine aus Holz stammen vom Künstler BARBABRISIU, der früher in Ospedaletti (ca. 15 Kilometer von Sanremo entfernt) lebte und heute in Robilante (Limone Piemonte) seine Werkstatt hat. Wie der Hersteller des schönen Delfinbrunnens heißt, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.

Fünf von sieben Urlaubstagen verbrachte ich an Land. Auf der folgenden Seite habe ich ein paar Impressionen zusammengestellt. Sämtliche Fotos stammen von Rüdiger Hengl.

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