Grindwal



Größe: bis 6 Meter
Gewicht: bis 3.500 Kilogramm
Nahrung: vornehmlich Tintenfisch
Vorkommen: Es existieren zwei getrennte Populationen: die der Südhemisphäre und die im Nordatlantik. Sie sind durch den breiten tropischen Gürtel getrennt. Beide bevorzugen tiefe Gewässer des offenen Meeres mit Temperaturen zwischen 0 und 25 Grad Celsius.
Bestand: in Atlantischen Gewässern wird der Bestand auf 200.000 geschätzt; hoch oben im Norden gibt es wahrscheinlich 775.000 Tiere.

Der Grindwal (Globicephala melas) hat einen robusten Körperbau und einen aufgeblähten Kopf mit unauffälliger Schnauze. Die hakenförmige Finne ist niedrig und sitzt relativ weit vorne am Körper. Die Flipper sind lang und sichelförmig. Der Körper ist dunkel gefärbt mit einer hellen Fläche hinter der Finne. Im Bereich der Kehle befindet sich ein hellgrauer, ankerförmiger Fleck. Oftmals ist ein weißer, diagonaler Streifen hinter jedem Auge sichtbar.

Susanne Gugeler

Grindwal in den Gewässern vor Teneriffa (Foto: Susanne Gugeler)

Benennung

* Deutsch: Grindwal, Gewöhnlicher Grindwal, Langflossen-Grindwal, Schwarzwal, Pilotwal
* Wissenschaftlich: Globicephala melas
* Englisch: Long-Finned Pilot Whale, Pothead Whale, Blackfish, Atlantic Pilot Whale, Caaing Whale

Gefährdung

* Diese Art hat im Nordatlantik eine lange Geschichte der Ausbeutung aufzuweisen. Fangstatistiken reichen von 1709 bis heute.
* Auf den Färöer Inseln (Dänemark) werden Grindwale auch heute noch „aus Tradition“ getötet …
* Beifänge sind für Neufundland, das Mittelmeer und die französische Atlantikküste dokumentiert. Die Wale verfangen sich in Kiemen-, Schlepp- und Ringwadennetzen.
* Im westlichen Nordatlantik führt der massive Fang von Tintenfisch zu reduzierter Nahrungsverfügbarkeit.
* Chemische Kontamination der Tiere durch organische Umweltgifte (DDT, PCBs) und Schwermetalle.

Beobachtungsmöglichkeiten

Auf der Karte siehst du, in welchen Gebieten du den Grindwal besonders gut beobachten kannst.