Gemeiner Delfin



Größe: 1,50 bis 2,5 Meter
Gewicht: 200 Kilogramm
Nahrung: vornehmlich kleine schwarmbildende Fische und Tintenfisch
Vorkommen: weit verbreitet in gemäßigt warmen und tropischen Gewässern des Atlantischen, Pazifischen und des Indischen Ozeans. Normalerweise bei Wasserteperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Hauptsächlich im offenen Meer.
Bestand: geschätzt 3 Millionen im Ostpazifik, mehrere Hunderttausend im Westen von Nordamerika und 100.000 in Nord-West-Europa

Der Gemeine Delfin (Delphinus delphis) hat einen dunklen Rücken, die Flanken sind auf der vorderen Körperseite gelblich und im hinteren Teil grau (die Zeichnung erinnert an ein Stundenglas), der Bauch ist weiß. Vom Schnabel läuft ein schwarzer Streifen zum Auge, ein weiterer Streifen verläuft vom Kinn zu den langen, gebogenen Flippern. Die sichelförmige bis dreieckige Finne hat im Zentrum oft einen helleren dreieckigen Fleck. Die Fluke ist leicht gekerbt mit gebogener Hinterkante und spitzen Enden.

Springender Gemeiner Delfin
(Foto: Rüdiger Hengl)

Hinsichtlich der Taxonomie sind die Wissenschaftler recht unterschiedlicher Meinung. Es soll wohl schon Vorschläge für eine Unterteilung in mehr als 20 Arten gegeben haben. Die Trennung von zwei Arten ist inzwischen schon von vielen Wissenschaftlern anerkannt und obwohl in vielen Quellen D. delphis capensis nur als Varietät von D. delphis gilt, wird immer häufiger Delphinus capensis als eigene Art beschrieben. Bei einer Trennung in zwei Arten ist der Trivialname für D. delphis weiterhin Gemeiner Delfin, im Englischen Short-beaked Dolphin, die Bezeichnung für D. capensis im Deutschen Langschnäuziger Gemeiner Delfin, Langschnäuziger Delfin oder Cape-Delfin, im Englischen Long-beaked Dolphin.

Benennung

* Deutsch: Gemeiner Delfin, Gewöhnlicher Delfin
* Wissenschaftlich: Delphinus delphis
* Englisch: Short-beaked Common Dolphin, Saddleback, White-bellied Porpoise, Criss-cross Dolphin, Hourglass Dolphin

Gefährdung

* Der Gemeine Delfin wurde bis 1983 in großen Mengen im Schwarzen Meer gefangen. Auch in Peru fand bis 1996 unkontrollierter Delfinfang statt. Im westlichen Mittelmeer und im Schwarzen Meer werden die Tiere häufig von Fischern harpuniert.
* Die Tiere sind sehr häufig Beifang der Ringwadenfischerei (Beutelnetzfischerei) nach Thunfisch (Ostpazifik, Indischer Ozean und Mittelmeer), der Treibnetzfischerei nach Schwertfisch (z.B. in Italien und Spanien) und der Schleppnetzfischerei.
* Chemische Kontamination des Lebensraumes der Tiere durch Einleitung von Haushalts- und Industrieabwässern, organische Umweltgifte (wie PCBs) und Schwermetalle.
* überfischung wichtiger Beutetierarten der Delfine, speziell schwarmbildender Fische durch die kommerzielle Fischerei.

Beobachtungsmöglichkeiten

Auf der Karte siehst du, in welchen Gebieten du den Gemeinen Delfin besonders gut beobachten kannst.