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Die Himmelsakrobaten


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Die Meeresakrobaten bei der Vogelzählung
(Foto: Rüdiger Hengl)

Vogelzählung

Eine Vogelzählung ist eine sinnvolle Einrichtung und kann dazu beitragen, Wissenschaftlern bei Bestandsaufnahmen zu helfen.

Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass eine ein- oder zweimalige Zählung im Jahr für jeweils eine Stunde einer großen statistischen Schwankung unterworfen ist, auch schon deshalb, weil man viele Vögel zu verschiedenen Jahreszeiten verschieden oft zu Gesicht bekommt, das liegt in deren Verhaltensweisen begründet. Entweder sie suchen gerade andere, entfernt liegende Nahrungsquellen auf, oder der Großteil sitzt tagelang auf den Nestern und ist deshalb nicht zu sehen.

Durch Beobachtung die Natur erfahren

Je öfter und länger man beobachtet, desto mehr erfährt man, wie es um die Natur in der eigenen Umgebung bestellt ist. Und wenn man dann sieht, was nicht funktioniert, kann man auch an der richtigen Stelle Hilfe anbieten.

Unsere Vogelwelt ist es auf jeden Fall wert, mehr Zeit und Interesse in sie zu investieren. Am besten draußen in der Natur, mit offenen Augen und Ohren, um alles selbst zu erleben und zu staunen. Aber wenn dabei noch etwas Zeit übrig bleibt oder man selbst nicht so viel Glück bei der Beobachtung hat, freue ich mich sehr, wenn ihr auf meiner Vimeo-Seite hin und wieder mal vorbeischaut. Es gibt dort noch mehr zu entdecken und es wird immer wieder mal Neues dazukommen.

In diesem Sinne wünsche ich ein frohes Vogelbeobachtungsjahr 2020!

Zu Benjamins anderen Biologen-Beiträgen geht es hier.

3 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen sehr ausführlichen Artikel über die gefiederten Freunde im Garten.
    Mein „Favorit“ sind neben den Spatzen (als Ulmer obligatorisch) in erster Linie Amseln. Ich mag es, wenn sie abends ihre wunderschönen Lieder singen. Das macht mich total entspannt und glücklich und ich kann mich dabei zugleich gut konzentrieren. Interessnt finde ich ja die Tatsache, dass Amseln noch vor rund 200 Jahren (fast) reine Waldbewohner waren und erst seidem immer mehr als „Kulturfolger“ in die Städte gekommen sind.
    Ich habe zu Hause auf dem Balkon einen kleinen „Teich“ (Plastkwanne mit Wasser), die von den Amseln sehr gerne als Badegelegenheit und auch zum Trinken angenommen wird. Eine Amsel habe ich immer wiedererkannt, denn sie hatte als Besonderheit am Flügel eine weiße Feder.

    geschrieben von Oliver
    1. Vielen Dank für deinen Kommentar, Oliver! Eine Amsel mit weißer Feder war auch mit bei der Zählung dabei, als ich bei „Wintervögel am Futterhaus“ mitgemacht hatte.

      geschrieben von Susanne
    2. Hallo Oliver und danke für deinen netten Kommentar!

      Interessant finde ich auch die Anpassung verschiedener Vogelarten als Kulturfolger.
      Bei Tauben und Spatzen ist das ja genauso.
      Die Spatzen sind bei uns nur selten zu sehen, aber gegenüber unserem Gelände gibt es eine lange Heckenreihe, wo die Spatzen immer brüten im Sommer. Da ist dann viel los, aber ich komme nie wirklich nah genug ran, um sie zu filmen.
      Die Ringeltauben kann ich mittlerweile an ihrer Stimme identifizieren, sie haben alle eine ganz eigene Tonlage. Wenn ich also morgens Rufe höre, weiß ich, ob das unser Paar ist oder das vom Nachbarn.

      geschrieben von Benjamin

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