Berichte

Blick zurück aufs Jahr 2015


Themen:

Meeresakrobaten, 31. Dezember 2015

Nami ruht sich aus. (Foto: Rüdiger Hengl)

Nami ruht sich aus.
(Foto: Rüdiger Hengl)

Vieles ist passiert im (nur noch ein paar Stunden währenden) Jahr 2015.

Ich habe zwölf News und Berichte ausgesucht, die mich 2015 am meisten berührt, interessiert oder aufgeregt haben.

JANUAR:
Ein besonderes Highlight für mich war der Besuch bei der kleinen NAMI im Tiergarten Nürnberg. Inzwischen muss man nicht mehr Schlange stehen, um den am 31. Oktober 2014 geborenen Delfin für ein paar Minuten zu sehen. NAMI ist längst in die zehnköpfige Delfin-Gruppe integriert.

FEBRUAR:
Benjamin Schulz hat in seinem BIOLOGEN-Blog – der inzwischen schon zur festen Einrichtung bei den Meeresakrobaten gehört – über die Auswilderung und Wiederansiedelung von Delfinen informiert.

MÄRZ:
Die MEERESAKROBATEN berichten immer wieder von den ortstreuen Großen Tümmlern der Port-River-Mündung in Australien. Leider gab es dort bis März einige Verluste zu beklagen.

APRIL:
„Entdecke die Wale“ heißt Torsten Pickels Kinderbuch. Auch die MEERESAKROBATEN werden darin erwähnt als Tipp-Geber für besonders empfehlenswerte Whale-Watching-Möglichkeiten.

MAI:
Der Weltzooverband (WAZA) hat Großes erreicht. Alle Einrichtungen der japanischen Zoo-Vereinigung JAZA, die weiterhin Delfine aus der Delfin-Treibjagd in Taiji beziehen, werden vom Weltzooverband ausgeschlossen.

Leider ist damit das Töten der Delfine für Nahrungszwecke nicht beendet, doch Lebendfänge lassen sich innerhalb Japans wahrscheinlich immer schwieriger verkaufen.

Im Gespräch mit Bianca (Foto: Rüdiger Hengl)

Im Gespräch mit Bianca
(Foto: Rüdiger Hengl)

Ein Großteil der Lebendfänge geht allerdings nach China. Dort ist der Gedanke, dass die Jagd auf Delfine verwerflich ist, leider noch nicht angekommen.

Siehe auch Meeresakrobaten-Artikel vom Juli 2015: Der Weltzooverband setzt auf Dialog statt auf Konfrontation.

JUNI:
Am 6. Juni hatte ich das große Glück, hinter die Kulissen einer SOS-Meeressäugerstation blicken zu dürfen. Bianca hat sich viel Zeit genommen, um mir die Rettungsabläufe zu erklären.

Schon oft wurden gestrandete Schweinswale, die teilweise stark verletzt oder krank waren, in Harderwijk/Niederlande gesund gepflegt und anschließend wieder in die Nordsee zurückgeführt. Auch Bendert, den ich bei meinem Besuch kennengelernt hatte, wurde wieder in seine eigentliche Heimat gebracht.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle SOS-Stationen auf der Welt, die sich um Tiere in Not kümmern.

JULI:
In seinem neunten Biologen-Blog zeigt Benjamin Schulz auf, dass der Bestand der Großen Tümmler in bestimmten Gegenden gefährdet ist.

Projekt Partner des Meeres in Brasilien

Projekt Partner des Meeres in Brasilien

AUGUST:
Die MEERESAKROBATEN sind von nun an Partner des Meeres und unterstützen die brasilianische Außenstelle von YAQU PACHA. Dort wird vor allem sehr viel für die Umwelterziehung von Kindern und Jugendlichen geleistet.

SEPTEMBER:
Ich habe meinen Reisebericht über die Pottwale im Ligurischen Meer online gestellt. Die unglaublichen Erlebnisse in Italien werde ich nie wieder vergessen.

OKTOBER:
Hier möchte ich mal den kleinen Delfin FINN zu Wort kommen lassen, der nun bereits seit knapp zwei Jahren durchs Internet surft. Im Oktober hat er über die wundervollen Orca-Omas berichtet.

NOVEMBER:
Noch einmal möchte ich auf die ortstreuen Großen Tümmler der Port-River-Mündung in Australien zurückkommen. Marianna Boorman sind unglaubliche Bilder gelungen, auf denen man ein Muttertier mit ihrem Jungen sieht. Beide lassen sich freiwillig in einer Schleuse einsperren, weil sie in diesem engen Raum leicht auf Fischfang gehen können … An diesem Verhalten sieht man deutlich, dass Delfine wahre Anpassungskünstler sind.

DEZEMBER:
Baby-Delfine in Duisburg: Am 22. und 24. Dezember sind im Zoo ein männliches und ein weibliches Delfin-Baby geboren worden.

Delphi mit Jungtier (Foto: zoo-foto.de/Kuster)

Delphi mit Jungtier
(Foto: zoo-foto.de/Kuster)

Genauso wie Dörte, Darwin und Diego sind beide bereits Nachzuchten in der zweiten Generation. Die Mütter Daisy und Delphi sind ebenfalls in Duisburg geboren und werden nun – genauso wie ihre Babys – von den Mitarbeitern des Delfinariums vorbildlich versorgt.

Vorbildlich versorgt wurde auch ein gestrandeter Gemeiner Delfin in San Diego/USA. Retter von SeaWorld brachten ihn in die SOS-Station, wo er von einer dicken Schlammschicht befreit und auf seinen gesundheitlichen Zustand überprüft wurde. Kurze Zeit später konnte er wieder ins Meer entlassen werden.

Entsetzt war ich von der Reaktion des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF) in Hagen. Der Geschäftsführer des WDSF ist (laut seiner eigenen Angabe auf seiner Website sowie in mehreren Pressartikeln zu lesen) Steuerberater – also weder Meeresbiologe, Biologe, Veterinär o.Ä. – und hetzt seit Jahren gegen die beiden Delfinarien in Nürnberg und Duisburg. Auch an den Delfin-Rettern in Amerika und in den Niederlanden lässt er kein gutes Haar. Mehr über Jürgen Ortmüllers infame Mutmaßungen zu den Rettungsaktionen unter WDSF bringt Tierretter in Misskredit.

So, nun ist mein kleiner Rückblick zu Ende. Er beinhaltet nur eine ganz kleine Auswahl der vielen News und Berichte des Jahres. Ich hoffe, ihr bleibt den Meeresakrobaten auch 2016 treu und bereichert die Beiträge weiterhin mit euren Kommentaren.

Einen guten Rutsch!
Eure MEERESAKROBATEN

2 Kommentare

  1. Hallo Oliver, ich freue mich sehr über deine lieben Worte! Es macht umso mehr Spaß, immer mal wieder in die Welt der Delfine einzutauchen und über den Tauchgang zu berichten, wenn man so nette Bestätigungen bekommt wie von dir!

    geschrieben von Susanne
  2. Auch von mir viele liebe Neujahrsgrüße an die Meeresakrobaten!
    Ich freue mich immer über die vielen interessanten Artikel hier – das ist sicher viel Arbeit, (fast) täglich neue Inhalte zu recherchieren, aufzubereiten und einzustellen. Dafür einfach mal ein herzliches Dankeschön :-)

    geschrieben von Oliver

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