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Schweinswal bleibt Sorgenkind


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Meeresakrobaten, 10. April 2017

Wilhelmshavener Schweinswaltage
(Foto: Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH)

Die ersten Wilhelmshavener Schweinswal-Tage sind zu Ende.

Wie Michael Hillmann von JadeWale auf Facebook postet, war das Interesse an dieser außergewöhnlichen Veranstaltung sehr groß. Das schöne Wetter und interessante Veranstaltungen lockten offenbar viele Besucher an den Hafen.

Die kleinen Wale haben sich zwar nur kurz in der Ferne blicken lassen, doch das ist nicht verwunderlich, da sie die meiste Zeit ihres Lebens unter Wasser verbringen. Hin und wieder stoßen sie an die Wasseroberfläche, um ein- und auszuatmen.

Schweinswale sind nicht so bekannt wie Delfine

Nicht nur die Wilhelmshavener Touristik & Freizeit GmbH sowie die JadeWale-Gruppe engagieren sich für die einzige Walart, die in deutschen Gewässern heimisch ist, sondern auch der Naturschutzverband NABU in Schleswig-Holstein.

Der NABU bedauert, dass vorübergehend in der Ostsee gesichtete Gäste – wie die Delfine Selfie und Delfie sowie Freddy – den Schweinswalen die Schau stehlen.

Dabei sind es die kleinen Wale, die dringend unsere Aufmerksamkeit und unseren Schutz brauchen – nicht zuletzt werden sie von Delfinen und Kegelrobben angegriffen. Doch das ist nicht die Hauptgefährdung, der sie ausgesetzt sind.

Wie wir es von der Fernsehsendung „Flipper“, aus den beiden Delfinarien in Duisburg und Nürnberg, aber auch durch Beobachtungen auf dem Meer kennen, zeigen Delfine viel Körpereinsatz. Sie springen aus dem Wasser, machen Kapriolen und nähern sich Tauchern aus eigenen Stücken.

 

Selfie und Delfie
(Foto: Betty Moog)

Schweinswal
(Foto: Michael Hillmann)

 

Schweinswale dagegen verhalten sich ruhiger. Man sieht sie meist nur, wenn sie vor dem Abtauchen ihren Rücken abrollen und dabei kurz ihre Finne zeigen. Ist die See unruhig, hat man kaum eine Chance, einen Schweinswal zu erblicken.

Im Gegensatz zum Großen Tümmler hat der Kleine Tümmler (wie der Schweinswal auch genannt wird) nur eine kurze Schnauze. Mit dieser sucht er am Meeresboden zum Beispiel nach Grundeln und kleinen Sandaalen. Aber auch Dorsch und Hering stehen auf seinem Speiseplan.

Schweinswale wurden früher aktiv gejagt. Mehr darüber auf der nächsten Seite.

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