Die Hoffnung stirbt zuletzt


… dieser Satz hat meiner Meinung nach immer noch seine Berechtigung. So auch im Fall Taiji – dem bekanntesten Delfin-Tötungsort auf der Welt.

Für den 2. November ist ein Treffen geplant, bei dem sich der Bürgermeister von Taiji – Kazutaka Sangen – in einem öffentlichen Gespräch mit dem Delfinschützer Ric O’Barry und dem Sea-Shepherd-Aktivisten Scott West zum Thema Delfinfang auseinandersetzen möchte. Bei der Diskussion werden außerdem Mitglieder der Fischerei und weitere Anti-Delfinfang-Gruppen anwesend sein.

Ziel der Zusammenkunft ist es, die Anliegen der Delfinfang-Befürworter und Delfinfang-Gegner auszutauschen, mit der Hoffnung, zu einer Lösung zu gelangen.

Das Earth Island Institute, dem Ric O’Barry angehört, hat bereits viel Erfahrung beim Vermitteln mit Delfinfang-Ländern sowie dem Aufzeigen von Alternativen zum Delfinfang. So steht die Organisation derzeit in Kontakt mit Völkerstämmen auf den Salomonen, wo Delfinzähne noch immer als Zahlungsmittel verwendet werden und das Fleisch der Meeressäuger als Nahrung dient. Nachdem das Earth Island Institute aufzeigen konnte, dass das Delfinfleisch hochgradig mit Quecksilber kontaminiert ist, sieht es nun so aus, dass nach 450 Jahren Delfinfang-Tradition die Mehrheit der Salomonen-Volksstämme für das Einstellen des Delfinfangs ist. Zusammen mit den Einwohnern der Inseln erarbeitet die Organisation derzeit, wie sie die Fischereitechnik optimieren, wie sie sauberes Wasser erhalten und wie sie ihre Dörfer mit Strom versorgen können. Es geht also nicht um eine Pauschalverurteilung des Delfinfangs, sondern viel mehr darum, Alternativen aufzuzeigen, wie es sich auch ohne Delfinfang gut leben lässt.

„Auch für Taiji gibt es eine große Zukunft ohne den Delfinfang“, ist sich Ric O’Barry sicher. Die Hoffnung stirbt zuletzt …
(Quelle: Save Japan Dolphins)

Ein Kommentar

  1. Solange das Delfinfleisch tatsächlich verwertet wird, macht eine Diksussion und die Suche nach Alternative Sinn. Natürlich kann man diesen Menschen nicht einfach etwas verbieten, ohne ihnen andere Möglichkeiten aufzuzeigen und sie eventuell zu unterstützen, sei es finanziell oder mit Wissen. Doch leider scheint es einige Fälle von Delfintötungen und anderer Tierquälereien auf unserer Welt zu geben, die gegen jeglichen Verstand, sondern nur aus reiner Tötungslust oder Blutgier stattfinden. Bei diesen Menschen ist guter Rat teuer, denn Argumente kommen nicht im Gehirn an. – Das Hoffen geht weiter, ein Fortschritt ist die Gesprächsbereitschaft in Taiji allemal.

    geschrieben von Doris

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