Newsletter 3/2026


Juchhu, der Frühling ist da! Überall zwitschert, grünt und blüht es …

Was gibt es Neues aus der Welt der Wale und Delfine?

Mimmo in Venedig
(Foto:Silvia Bonizzoni, Dolphin Biology and Conservation)

Mimmo in Venedig

Wer in Venedig unterwegs ist, hat gute Chancen, Mimmo zu sehen. Mimmo ist ein Großer Tümmler, der sich seit Juni 2025 in der Lagune aufhält. Forschende der Universität Padua sowie des Naturhistorischen Museums Venedig überwachen das Tier regelmäßig. Nach aktuellen Einschätzungen befindet sich der Delfin in gutem Ernährungs- und Gesundheitszustand und profitiert von einem reichhaltigen Nahrungsangebot, insbesondere Meeräschen, in den Lagunengewässern.

Was wird aus den Delfinen in Antibes?

Von Italien nach Frankreich: Wie geht es mit den zwölf Großen Tümmlern und zwei Orcas aus dem Marineland in Antibes weiter? Im Februar hat die französische Regierung dem Zoo Beauval die Aufnahme der Großen Tümmler genehmigt. Was die beiden Orcas, Wikie (24 Jahre) und ihren Sohn Keijo (elf Jahre), betrifft, bleibt die Zukunft ungewiss. Für die Orcas wird der Loro Parque als neue Unterkunft in Betracht gezogen, eine endgültige Entscheidung fällt jedoch erst im März.

Lagune in Antibes/Frankreich
(Foto: Susanne Gugeler)

Bedenken gegen Delfinschutzgebiete

Das ACCOBAMS (Übereinkommen zur Erhaltung der Wale und Delfine des Schwarzen Meeres, des Mittelmeers und des angrenzenden Atlantiks) hat auf der Sitzung des Wissenschaftlichen Ausschusses im Februar Bedenken hinsichtlich zweier geplanter Delfinschutzgebiete in Italien und Griechenland geäußert. Der ACCOBAMS-Beratungsausschuss für halbgeschlossene Anlagen stellte fest, dass die Projekte zwar gut gemeint seien, jedoch erhebliche Lücken in der öffentlich zugänglichen Dokumentation aufwiesen und Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der kürzlich verabschiedeten Richtlinien für Schutzgebiete aufkommen ließen.

Außenanlage
(Foto: Rüdiger Hengl)

Belgischer Zoo will Delfine aufnehmen

Und noch einmal geht es um die Aufnahme von Delfinen aus geschlossenen Einrichtungen. Konkret schlägt der in der wallonischen Region liegende Zoo Pairi Daiza den Bau eines Schutzgebietes vor, in dem Delfine, deren Unterkunft von einer Schließung bedroht ist, untergebracht und versorgt werden können.

Zusammenschluss für Schweinswalschutz

Um wirkungsvolle Schutzmaßnahmen für die stark gefährdeten Schweinswale der Ostsee entwickeln zu können, haben sich 14 Partner aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Polen, Estland, Finnland und Litauen zusammengeschlossen. Fünf Jahre lang werden sie unter der Leitung des Deutschen Meeresmuseums (Stralsund) wissenschaftliche Daten zur Populationsstruktur, Bedrohung und Lebensraumqualität der Schweinswale auswerten. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) koordiniert das Projekt.

Schweinswal
(Foto: Lana Tannir/Fjord & Bælt)

Gasprojekte gefährden Schweinswale

Die fossile Industrie hat über Jahrzehnte ohne Prüfung der Naturschutzauswirkungen im Wattenmeer im unmittelbaren Lebensraum der sowieso schon stark bedrohten Schweinswale nach Öl gebohrt. Und es gibt Pläne, dass weitere Gasprojekte direkt im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer entstehen sollen. Jede weitere Bohrung bedeutet dröhnender Unterwasserlärm und Kontamination durch Gas.

Finnwal in der Ostsee

Anfang März wurde in der Ostsee an verschiedenen Küstenorten ein junger Finnwal entdeckt. Im Bereich der Schwanzflosse hingen Teile von Fischernetzen, die ihn stark beim Schwimmen behindert haben. Ein großer Teil des Materials konnte entfernt werden, doch immer noch befindet sich ein Seil am Oberkörper des Meeressäugers.

Blasender Finnwal (Foto: Susanne Gugeler)

Jagd auf Wale und Delfine

*** Der kleine FINN macht sich in einem Beitrag Gedanken über die Jagd auf große Wale.

*** Die Jagdsaison auf Delfine im japanischen Küstenort Taiji ist beendet. Doch ab September werden die kleinen Zahnwale erneut verfolgt und getötet.

Mehr News gibt es unter Aktuelles.

Ich wünsche dir schöne Frühlingstage!

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