Delfine und Wale bei den Glanzlichtern


Zum Glück trübte gestern das nass-kalte Wetter bei den Fürstenfelder Naturfototagen 2010 nicht die Laune der Besucher. Es gab (und gibt bis heute) – wie jedes Jahr – viele „Glanzlichter“ zu sehen, die von leidenschaftlichen Fotografen für das Publikum in Szene gesetzt wurden. Wunderschöne Bilder von Tieren, Pflanzen, Steinen, Wasser und bizarren Natur-Strukturen wurden den Gästen präsentiert.

Damit es weiterhin so schöne Natur-Motive zu fotografieren gibt, wird bei den „Glanzlichtern“ der Natur- und Artenschutz groß geschrieben. So sind auch an diesem Wochenende zahlreiche Veranstalter aus diesem Bereich anwesend und informieren an ihren Ständen und mit Vorträgen über die lebensbedrohliche Lage bestimmter Pflanzen und Tiere.

Auch der Delfin-Experte Dr. Lorenzo von Fersen vom Nürnberger Tiergarten übermittelte gestern seiner Zuhörerschaft interessante Fakten zum Thema „Wale, Delfine, das Meer und wir“.

Von Fersen ist Vorsitzender der Tierschutzorganisation YACU PACHA, die sich den Schutz der wasserlebenden Säugetiere in Südamerika zum Ziel gesetzt hat. Als gebürtigem Argentinier liegen dem Wissenschaftler vor allem die Delfine aus den südamerikanischen Ländern sehr am Herzen. Große Sorge bereitet ihm die Lage des kleinen La-Plata-Delfins, denn dieser landet immer noch oft als Beifang in Fischernetzen.

Sämtliche Bedrohungen für die Meeressäuger sind menschengemacht. Ganz aktuell zeige dies die öl-Katastrophe im Golf von Mexiko, warnte von Fersen.

Wie wichtig Grundlagenforschung im jeweiligen Lebensraum der Tiere ist, aber auch Tests mit einzelnen in menschlicher Obhut lebenden Vertretern einer Tierart vermittelte von Fersen anhand einiger Beispiele. So konnte die Todesrate von Seekühen in Florida (früher 400 Tiere pro Jahr) drastisch reduziert werden, weil man mithilfe von Hörtests herausfand, dass Seekühe bestimmte Geräusche, die von Schiffen ausgehen, gar nicht wahrnehmen können. Nachdem etliche Schiffe mit Signal-Geräten ausgestattet wurden, können die Seekühe der herannahenden Bedrohung jetzt rechtzeitig ausweichen.

Mehr zu den „Glanzlichtern“ und den Artenschutz-Vorträgen unter: „Projekt Natur & Fotografie“.

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