DER WAL schluckt öl


Zurzeit stampft der umgebaute Massengutfrachter „The Whale“ („Der Wal“) durch den Golf von Mexiko, um das mit öl belastete Wasser in seinen Rumpf aufzunehmen.

Bis jetzt handelt es sich noch um einen Probelauf, der noch keine schlüssigen Ergebnisse gebracht hat. Bis zu 80 Millionen Liter öl täglich könnte der Riese mittels Sieben und Filtern von der Meeresoberfläche entfernen.

Das Superschiff ist so hoch wie ein zehnstöckiges Haus und so lang wie dreieinhalb Fußballfelder. Der ehemalige Frachter stammt aus Taiwan, wo er extra für die ölkatastrophe umgerüstet wurde.
(Quelle: bild.de)

Der WWF warnt vor weiteren öl-Unfällen auf dem Meer
Die Umweltschutzorganisation WWF warnt vor weiteren öl-Unfällen auf dem Meer. Erst im Juni 2010 verursachte eine dänische Plattform einen sechs Kilometer langen ölteppich. Und an den Stränden von Hurghada/ägypten wurden ölreste gefunden, die offenbar von einer Bohrinsel stammten.

Auch wenn die Standards in unseren Gewässern vergleichsweise hoch sind, die Kontrolle ist noch nicht optimal. Und in vielen Meeresgebieten der Dritten Welt sind sowohl Standards als auch Kontrollen gleichermaßen lasch. Hier muss sich der WWF stärker als in der Vergangenheit einbringen.

ölindustrie ohne Kontrolle
Anders als bei der Schifffahrt existiert weder eine weltweite Organisation der Vereinten Nationen, die der ölindustrie einheitliche Vorgaben macht, noch gibt es einen internationalen Haftungsfonds, in den Betreiber vorsorglich einzahlen müssen. Diese unhaltbare Situation muss sich nach Meinung des WWF ändern, spätestens seit alle Welt nach dem Untergang der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko erkannt hat, welche unverantwortbaren Risiken für Mensch und Natur damit verbunden sind.

Der WWF fordert: Eine UN-Organisation oder ein bestehendes internationales Abkommen mit erweiterten Kompetenzen muss festlegen, unter welchen Bedingungen und in welchen Meeresgebieten Zulassungen für ölexploration und -ausbeutung erteilt werden dürfen „“ so wie dies die internationale Schifffahrtsorganisation Staaten wie Schiffseignern auch zumutet.

Der WWF appelliert an Verbraucher und Politik, Energie zu sparen, CO2-neutral zu wirtschaften und auf fossile Energieträger zu verzichten, damit die Gier nach öl abnimmt.

ölförderung auch in der Arktis
WWF USA und WWF Kanada ziehen an einem Strang, um eine Ausdehnung der ölförderung auf die empfindlichen Gewässer der Arktis zu verhindern, in denen zudem bisher kaum ölbekämpfungskapazitäten vorhanden sind. WWF Norwegen tritt für einen ölfreien Lofoten-Archipel ein und fordert von der norwegischen Regierung, die Erschließung der Barentssee zu stoppen.

Was der WWF alles gegen öl-Katastrophen unternommen hat und unternimmt, kannst du unter „ölunfälle: WWF-Aktivitäten gegen den schwarzen Tod der Meere“ lesen.

Ein Kommentar

  1. Eine Ironie jagt die andere….ein Wal solls richten….und wenn nur das Schiff so heißt…..und in Taiwan umgebaut, wo die meisten ölfrachter gerade in Taiwan zugelassen werden, die eigentlich schrottreif sind bzw. nicht den Sicherheitsstandards entsprechen, weil die dort offenbar die lachsesten Regelungen haben.

    geschrieben von Doris

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