Treibjagd an der Tagesordnung


Wie die MEERESAKROBATEN bereits mitgeteilt haben, ist heute „Delfin-Tag“. Weltweit werden E-Mails und Briefe an die japanischen Botschaften versendet oder es wird bei den Konsulaten angerufen. Die Botschaft ist mündlich wie schriftlich die gleiche: Das Delfin-Massaker in Taiji muss beendet werden. Das Schreiben, das die MEERESAKROBATEN an Herrn Dr. Takahiro SHINYO (japanischer Botschafter in Berlin) geschickt haben, darfst du gerne für deinen eigenen Protest benützen. Du findest es bei den News vom 12. Oktober 2010.

In der Berner Zeitung kommt ein sehr interessanter Bericht über die Treibjagd in Japan. Der Delfinschützer und Journalist Hans Peter Roth war eine Zeit lang in Taiji und hat das Geschehen dort beobachtet. Mit seiner japanischen Helferin und übersetzerin Kiki erlebte er, wie die 13 Delfinfang-Boote an jedem Tag, an dem gute Wetterbedingungen herrschten, hinaus fuhren, um Jagd auf Delfine zu machen. Oft kamen sie ohne Beute zurück, manchmal trieben sie eine Schule vor sich her in die „Todesbucht“, die sie dann mit Netzen absperrten. Ein paar makellos schöne Tiere wurden dort von Delfin-Trainern für Delfinarien und Vergnügungsparks in asiatischen und arabischen Ländern ausgesucht, die restlichen wurden frei gelassen oder brutal geschlachtet.

Hans Peter Roth ist zwar nicht mehr in Taiji, aber andere Tierschützer halten dort die Stellung. So scheint das Netzwerk „Cove Guardians“ recht gut zu funktionieren, das die Wal- und Delfinschutzorganisation Sea Shepherd auf die Beine gestellt hat. Es befinden sich laufend „Wächter“ an der „Todesbucht“, um das Treiben der Fischer zu dokumentieren. Auch Gespräche mit den Jägern waren schon möglich. Die „Cove Guardians“ erhalten immer wieder Verstärkung aus der ganzen Welt. Im Moment befindet sich ein deutscher Weltenbummler vor Ort, der die Wächter unterstützt. Mehr dazu (auch Filme und Fotos) findest du unter „Cove Guardians“.

Ein Kommentar

  1. Ich sag es wieder und wieder: Meinen höchsten Respekt zu den Taten dieser Beobachter. Meinen tiefen Dank für diesen sehr schwierigen und schmerzvollen Einsatz.

    geschrieben von Doris

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