Die japanische Kultur unterscheidet sich von der amerikanischen


Mit diesen Worten endet der Antwort-Brief von Shuya Nakatsuka, Erster Sekretär der japanischen Botschaft in Washington, an den 10-jährigen William DeBord, welcher zurzeit mit anderen als „Cove Guardian“ in Taiji unterwegs ist.

Auf der Website von Sea Shepherd Conservation Society ist der Brief des Japan-Vertreters zu lesen. In diesem behauptet er zum Beispiel, dass die Delfin-Tötung sorgfältig „gemanagt“ wird, sodass nicht der ganze Bestand ausgelöscht wird.

Soweit die Theorie, die Praxis sieht anders aus:

Erst gestern haben die „Fischer“ von Taiji erneut zugeschlagen und eine komplette Familie, die aus etwa 50 erwachsenen Delfinen beiderlei Geschlechts sowie Jungtieren und Babys bestand, grausam abgeschlachtet. In Iki gibt es mittlerweile keine Delfine mehr. Dort wurde vor Jahren offenbar der ganze Bestand vernichtet. „Ein grausiger Kollektivtod als Strafe für ihr einziges Verbrechen: Sie fressen. Wie jedes andere irdische Wesen sind sie auf Nahrung angewiesen. In ihrem Fall auf Fisch. Nahrung, die schwindet, weil zu viele Fischer rücksichtslos die Meere ausplündern. Und jetzt müssen die Delfine als Sündenböcke dafür herhalten.“ (Zitat aus „Die Bucht“ von Hans Peter Roth und Ric O’Barry)

Nakatsuka versucht in seinem „Beschwichtigungsbrief“ außerdem, den 10-jährigen William damit zu beruhigen, dass in anderen Ländern Kühe, Schweine und Hühnchen gegessen werden. In Japan seien es eben Delfine, von denen sich die Menschen ernähren. Allein der Vergleich, domestizierte Tiere mit Wildtieren zu vergleichen, hinkt, außerdem werden in Schlachthäusern in anderen Ländern die Tiere keineswegs auf eine derart grausame Art und Weise abgemetzelt wie die Delfine von Taiji und an anderen Orten in Japan.

Die 50 Delfine, die gestern sterben mussten, wurden mit ihren Schwanzflossen an die Boote gebunden, sodass sie nicht mehr zum Luftholen an die Wasseroberfläche gelangen konnten. Anschließend wurden sie – einige waren bereits erstickt, andere waren noch am Leben – auf einem Schlachtboot mit Messern getötet. Es gibt Aufnahmen von verletzten Delfinen, die bei ihrer Ankunft im Schlachthaus immer noch lebten …

Die Walfänger bereiten sich vor
Scott West – der „Cove-Guardian-Chef“ – und seine Tochter Elora sind zurzeit nicht in Taiji. Sie haben sich auf die Suche der Walfänger begeben und sind fündig geworden. Das Walfangschiff Nisshin Maru liegt derzeit bei Innoshima Island, in der Nähe von Hiroshima. Offenbar laufen gerade die Vorbereitungen für die nächste illegale Walfangaktion in der Antarktis … Doch Paul Watson von Sea Shepherd ist ebenfalls gut vorbereitet, die Japaner das siebte Mal in Folge an ihrem brutalen Treiben zu hindern …
(Quelle: Sea Shepherd Conservation Society)

Ein Kommentar

  1. Ist und bleibt zu hoffen dass diese "KULTUR" bald ausstirbt.

    geschrieben von Edith

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