Paul Watson mahnt zur Disziplin


Paul Watson von der Sea Shepherd Conservation Society bedauert es sehr, dass er und seine Mitstreiter in Taiji nicht direkt eingreifen und das Töten der Delfine verhindern können. Doch er begründet die reine Beobachtunsfunktion, die die COVE GUARDIANS seit ca. drei Monaten in Taiji innehaben, damit, dass sie sich nicht auf offenem Meer, sondern in einem Land befänden, in dem der Delfinfang legal sei und somit jede illegale Aktion bzw. Freilassung von gefangenen Delfinen Strafmaßnahmen nach sich ziehen würden.

Im November 2003 hatten zwei Aktivisten von Sea Shepherd 15 Delfine aus ihren Gehegen im Hafen von Taiji befreit. Das war die einzige erfolgreiche Befreiungsaktion, die in Taiji je stattgefunden hat. Sie hatte allerdings zur Folge, dass Allison Lance und Alex Cornelissen vier Wochen lang eingesperrt wurden, eine Geldbuße von 8.300 US-Dollar zahlen mussten und des Landes verwiesen wurden. Paul Watson findet, dass die Delfine es wert waren, dass ein so hoher Preis für ihre Freilassung bezahlt wurde. Doch seitdem sind die Sicherheitsvorkehrungen rund um die „Todesbucht“ drastisch erhöht worden, sodass an eine Befreiung der Meeressäuger nicht mehr zu denken ist. Watson freut sich jedoch, dass er während der gesamten Delfinjagd-Saison (die noch bis März andauert) Aktivisten vor Ort hat, die das grausame Geschehen dokumentieren und bereits viele Menschen aus aller Welt zu Protestschreiben an die japanischen Botschaften veranlasst haben.

„Die ganze Welt schaut auf eure Gräueltaten“ – das ist die Botschaft, die Watson und die COVE GURADIANS den Delfinjägern vermitteln möchten. Das Schlimmste wäre, wenn die Delfine von Taiji vergessen würden …

Auch wenn Watson immer wieder Beteuerungen von Delfin-Freunden hört, dass sie versuchen wollten, die Tiere zu befreien und sich vor einer Inhaftierung nicht fürchten würden, rät Paul Watson vor solchen Aktionen ab und mahnt zur Disziplin. Deratige Befreiungskampagnen hätten zur Folge, dass keine Aktivisten mehr nach Taiji einreisen dürften und das Schicksal der Delfine aus dem Blickfeld ihrer Schützer geraten würde.

Paul Watson betont, dass er bzw. die COVE GUARDIANS in Taiji sehr gerne mit folgenden Organisationen zusammenarbeiten: Earth Island Institute und Ric O“™Barry, Ocean Protection Society, Surfers for Cetaceans, Hardy Jones und Blue Voice sowie Taiji Action Group. Es gäbe jedoch auch andere Gruppen, die das Unternehmen gefährden würden. Er nennt als Beispiel Aktivisten von „Black Fish“, die im September bei ihrem Versuch, Delfine zu befreien, gescheitert sind (siehe auch MA-News vom 30. September 2010).

„Taiji ist kein Ort für Cowboy-Spielchen“, lautet Paul Watsons Appell an alle, die illegale Kampagnen vorhaben. „Nur mithilfe einer überlegten Taktik können wir das Delfin-Massaker beenden.“
(Quelle: Sea Shepherd Conservation Society)

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