Auf den Salomonen wird kein Delfin mehr getötet


Auf den Salomonen (Solomon Islands) wurden bisher etwa 2.000 Delfine pro Jahr getötet. Das Fleisch der Tiere (es handelte sich vor allem um Spinnerdelfine) wurde gegessen und ihre Zähne wurden als Zahlungsmittel verwendet. Diese blutige „Tradition“ wurde offenbar mehrere Jahrhunderte aufrechterhalten. So auch auf der Insel Malaita.

Nun hat sich etwas Grundlegendes geändert. Nachdem die amerikanische Organisation Earth Island Institute drei Gemeinden auf der Insel mit Geld für verschiedene Projekte (z.B. Sanitäranlangen) unterstützt, töten die Inselbewohner als geforderte „Gegenleistung“ keine Delfine mehr. Dieser Deal scheint zu funktionieren.

Aber es sei auch schwieriger geworden, überhaupt noch Delfine zu finden, sagt ein Einwohner von Malaita. Sie müssten immer weiter hinaus aufs Meer fahren, um Delfine zu fangen. Gefangen werden die Meeressäuger nämlich immer noch. Die Inselbewohner verdienen viel Geld mit dem Verkauf von Großen Tümmlern an Delfinarien und Vergnügungsstätten, vor allem nach Mexiko und nach Dubai.

Insgesamt flossen 24.000 US-Dollar in drei Gemeinden der Salomonen. Doch die Arbeit auf den Salomonen ist noch nicht beendet, gibt der Delfinschützer Ric O’Barry zu bedenken. Und zwar so lange nicht, bis kein Delfin mehr gefangen wird. Ric O’Barry arbeitet für das Earth Island Institute, nachdem er selbst ein Jahrzehnt lang mit gefangenen Delfinen sein Geld verdient hatte (Stichwort „Flipper“).
(Quellen: Save Japan Dolphins und Pro Wildlife)

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