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Flusswale in Deutschland


Der dem Delfin ähnelnde Schweinswal taucht zurzeit immer öfter in den Flüssen Norddeutschlands auf. So berichtet die Hannoversche Allgemeine, dass sich in Weser, Ems und Elbe etliche dieser etwa 1,80 m großen Meeressäuger tummeln (siehe auch MA-Beitrag vom 29. März 2011).

Schweinswal (Foto: V. Pecsy)

„Allein in den vergangenen Tagen wurden in der Weser zehn Wale gezählt, das ist für Anfang April ziemlich viel“, sagt Denise Wenger von der in München ansässigen Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD), die die Sichtungen der delfinartigen Tiere protokolliert. Zwischen März und Mai schwimmen die Kleinwale in Flüsse, da es dort durch den Laichzug der Fische viel Nahrung gibt. „Schweinswale sind Wanderer, auf der Suche nach Nahrung ziehen sie den Fischschwärmen hinterher“, erklärt Richard Czeck vom Nationalpark Wattenmeer. Dabei haben sie es auf Hering, Tintenfisch und Krebse, aber auch Stint und Finte abgesehen.

„Braunfische“, wie die Schweinswale früher genannt wurden, schwammen schon vor mehr als 100 Jahren in die Flüsse. Damals wurden sie auch noch gejagt. Heute freut man sich über jedes einzelne Tier, das gesichtet wird. Die besten Beobachtungspunkte liegen laut Denise Wenger bei Wilhelmshaven, Nordenham und Bremerhaven.
(Quelle: Hannoversche Allgemeine)

Auch der Wal-Experte und MEERESAKROBATEN-Berater Günther Behrmann macht sich oft auf die Suche der „kleinen Tümmler“. Er hat es nicht weit bis zur Weser, denn er lebt in Bremerhaven.

Lesetipps:
* „Freja, Eigil, Sif und Frigg Amanda“
* „Der Schweinswal braucht mehr Schutz“
* „Drei Delfin-Freunde auf Schweinswal-Suche an der Nordsee“

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