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Lektüre: Das Buch vom Meer


Es steht schon länger in meinem Regal, doch nun habe ich es wieder hervorgeholt und noch einmal gelesen: Das Buch vom Meer.

Das Buch vom Meer
(Foto: Susanne Gugeler)

Schöner Umschlag

Als Erstes fällt der schöne Einband auf. Auf blauem Hintergrund schwimmt im Vordergrund ein überdimensional großer Eishai, der das Thema und den Autorennamen auf seiner Oberfläche trägt. Im Hintergrund sieht man zwei rudernde Männer. Die angedeuteten Wellen auf dem Cover wiederholen sich im Buchschnitt.

Starker Wind und hoher Wellengang

Der norwegische Journalist, Fotograf und Schriftsteller Morten A. Stroksnes erzählt in seinem im Jahr 2015 erschienen Roman, wie zwei Freunde in einem Boot auf dem Nordatlantik unterwegs sind, um einen Eishai zu fangen.

Die beiden erleben starken Wind und hohen Wellengang. Auch der eisigen Kälte müssen sie widerstehen. Doch obwohl sie allerlei „stinkende Leckereien“ (unter anderem einen Kadaver von einem Schottischen Hochlandrind) an Bord haben, die sie ins Wasser lassen, will sich der Eishai nicht blicken lassen.

Die beiden Fischer wissen sich aber trotzdem die Zeit zu vertreiben – mit abenteuerlichen Gruselgeschichten aus der Tiefsee lehren sie sich gegenseitig das Fürchten. Aber auch mit mutigen Polarforschern und mit Walfängern kennt sich der Autor aus.

Der Leser erfährt – ohne sich die Füße nass machen zu müssen -, wie das harte Leben an arktischen Ufern aussieht. Er erhält außerdem eine packende Beschreibung der Lofoten und des Vestfjords.

Wird der Eishai doch noch gefangen?

Bis zuletzt bleibt offen, ob der Eishai gefangen wird. Am Schluss des Buches erfährt man jedoch Folgendes: „Das Meer ist aufgewühlt, direkt vor mir sehe ich einen wuchtigen, grauen Rücken in der Tiefe verschwinden. Mit unserem Haken im Maul, von dem sechs Meter Kette herabhängen. Das Leben dieses Eishais wird nach der Begegnung mit uns nie mehr dasselbe sein.“

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