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Orca-Mütter bevorzugen ihre Söhne


Manche Orca-Söhne bleiben ein Leben lang von ihrer Mutter abhängig.

Orca in Vancouver Island/ Mai 2022
(Foto: Katharina Böttcher)

Dazu gehören die Bullen aus der Southern-Resident-Population (die im nordöstlichen Pazifik lebt). Diese etwa aus 73 Tieren bestehende Gruppe hält sich vor allem in Küstennähe auf.

Doch welchen Einfluss hat die enge Mutter-Sohn-Bindung auf die Fortpflanzungsfähigkeit der Orca-Weibchen?

Ein Wissenschaftsteam hat sich für diese Frage interessiert und Daten von 40 weiblichen Orcas aus den Jahren 1982 bis 2021 ausgewertet.

Mütter kümmern sich intensiv um die Söhne

Bei der Studie kam heraus, dass sich die Orca-Mütter so intensiv um ihre Söhne kümmern, dass die jährliche Wahrscheinlichkeit, weiteren Nachwuchs zu bekommen, geringer wird. Jeder lebende Sohn senkt den Fortpflanzungserfolg offenbar etwa um die Hälfte.

Da die Söhne zur Paarung die Gruppe verlassen, wird das Genmaterial der Mütter verteilt. Das könnte ein Grund dafür sein, dass sich die Bullen ein Leben lang von ihren Müttern „verwöhnen“ lassen.

Zweite Theorie

Es kann aber auch sein, dass männliche Tiere einen höheren Energiebedarf haben als die weiblichen Geschwister. Daher geben die Mütter die Hälfte ihrer Beute an die Söhne ab und haben selbst zu wenig Energiereserve für die weitere Fortpflanzung. Bei den Töchtern stellen sie das Teilen ein, wenn diese erwachsen geworden sind.

„Unsere bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass Bullen bessere Überlebenschancen haben, wenn sie bei ihrer Mutter bleiben“, sagt Michael Weiss von der Universität Exeter.
(Quellen: tagesspiegel.de und sueddeutsche.de)

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