Wird an der niederländischen Nordseeküste ein toter Schweinswal, Delfin oder Großwal gefunden, werden am Tier oder an Gewebeproben Untersuchungen durchgeführt.
Diese führt die Abteilung Biomolekulare Gesundheitswissenschaften der Tiermedizinischen Fakultät der Universität Utrecht durch.
Datenbank ist international verfügbar
Neben der Untersuchung der Todesursache und des Gesundheitszustands der gestrandeten Tiere werden von jedem Tier Gewebe für zusätzliche Untersuchungen gesammelt. Die Analysen sind in einer großen Daten- und Gewebebank (intern)national verfügbar.
Haupttodesursache waren Infektionskrankheiten
2024 wurden 65 an der niederländischen Küste gefundene Schweinswale untersucht: 36 männliche und 29 weibliche.
Es handelte sich um 26 erwachsene, 26 jugendliche und 13 neugeborene Tiere. Zudem wurden drei männliche Föten untersucht und beprobt.
*** 24 der untersuchten Schweinswale starben an Infektionskrankheiten (36,9 Prozent).
*** Beifang war die wahrscheinlichste Todesursache für zehn Schweinswale (15,4 Prozent).
*** Der Tod von sieben Schweinswalen wurde durch ein akutes stumpfes Trauma unbekannter Herkunft verursacht (10,8 Prozent).
*** Drei Meeressäuger starben an von Kegelrobben verursachten Verletzungen (4,6 Prozent).
*** Acht Neugeborene starben an den Folgen von Schwierigkeiten rund um die Geburt (12,3 Prozent).
*** Ein Schweinswal starb an Nahrungsmangel (1,5 Prozent).
*** Sechs Schweinswale fielen in die Kategorie andere Ursachen (9,2 Prozent) und
*** bei sechs weiteren Tieren blieb die Todesursache unklar (9,2 Prozent).
(Quellen: Universität Utrecht und SOS Dolfijn)