Da ist ein großer Wal, der die Gemüter der Menschen aufwühlt. Ist er zu retten? Hat er null Chancen?
In einem überdimensional großen Becken, einem Lastkahn, wird der Buckelwal derzeit Richtung Nordsee gebracht.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Keiner weiß, ob er die Prozedur und die insgesamt fünf davor liegenden Strandungen überleben wird.
Aber es besteht die große Hoffnung, dass er in der Nordsee oder sogar im großen Atlantik wieder in Freiheit schwimmen kann.
Und die Hoffnung stirbt zuletzt. Deshalb haben viele Beobachter den Wal auch HOPE genannt.
Ist alles sinnlos?
Dazu fällt mir eine kurze Weisheitsgeschichte ein, die von einem Jungen und einem Seestern handelt.
Nach einem gewaltigen Sturm lagen unzählig viele Seesterne am Strand und waren in Gefahr, dort auszutrocknen. Ein kleiner Junge kam vorbei und warf vorsichtig einen Seestern nach dem anderen zurück ins Meer.
Ein Mann beobachtete den Jungen bei dessen Tätigkeit. Er sagte zu dem Kind: „Du dummer Junge! Was du da machst, ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist? Die kannst du nie alle zurück ins Meer werfen! Was du da tust, ändert nicht das Geringste!“
Doch der Junge ließ sich nicht von seinem Tun abhalten. Er klaubte den nächsten Seestern vom Sand auf, zeigte ihn dem Mann und sagte: „Für diesen hier wird es etwas ändern!“
Ob der Seestern überlebt hat, ist nicht bekannt …
Das eigene seelische Wohl
Aber es geht nicht nur um die Überlebenschance, die der Junge dem Seestern gegeben hat, sondern auch um sein eigenes seelisches Wohl. Es macht glücklich, einem Tier zu helfen, auch wenn die Aussichten, dass dieses dann unbeschwert weiterleben kann, manchmal verschwindend klein sind …

