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Loro Parque wird als „Notlösung“ akzeptiert


Wie geht es mit den zwölf Großen Tümmlern und zwei Orcas aus dem Marineland in Antibes weiter?

Lagune in Antibes/Frankreich
(Foto: Susanne Gugeler)

Treffen am 16. Februar

Am 16. Februar 2026 fand ein Treffen zwischen dem französischen Minister für den ökologischen Wandel Mathieu Lefèvre, der Parkleitung von Marineland und verschiedenen Tierschutzorganisationen statt, um den Transferplan für die Wale und Delfine aus Antibes abzuschließen.

Weltweit einzigartiger Ort

Die französische Regierung hat dem Zoo Beauval die Aufnahme der zwölf Großen Tümmler aus dem Marineland Antibes genehmigt.

Es sollen bis März 2027 zehn Meerwasserbecken mit künstlichen Strömungen und Fischschwärmen gebaut werden. Rodolphe Delord, der Leiter von Beauval, bezeichnete den Park als „weltweit einzigartigen Ort“ mit geschätzten Kosten von 40 Millionen Euro.

Bis die Delfine in ihr neues Zuhause umziehen können, wird von der Leitung in Antibes (im Besitz von Parques Reunidos) eine vorübergehende Verlegung nach Málaga und Valencia beantragt, falls sich ihr Gesundheitszustand und ihre Lebensbedingungen als kritisch erweisen sollten.

Zukunft für Wikie und Keijo ungewiss

Was die beiden Orcas, Wikie (24 Jahre) und ihren Sohn Keijo (elf Jahre), betrifft, bleibt die Zukunft ungewiss. Für die Orcas wird der Loro Parque in Betracht gezogen, eine endgültige Entscheidung fällt jedoch erst im März.

Schutzgebietsprojekt ist umstritten

Die französische Regierung hatte sich in Zusammenarbeit mit Naturschutzgruppen für ein Schutzgebietsprojekt in Nova Scotia, Kanada, ausgesprochen, das sich seit Monaten für die Aufnahme der Orcas einsetzt. Die Realisierung dieses Meeresschutzgebiets gestaltet sich jedoch schwierig, und diese Lösung der Haltung in Gefangenschaft erweist sich als umstritten.

„Erhebliche Meinungsverschiedenheiten“ wurden von einem Berater des Ministeriums bestätigt. Er gab an, dass der Projektträger in den kommenden Wochen „auf die Anliegen der Beteiligten eingehen muss, um eine fundierte Position einnehmen zu können“.

Während einer Senatsanhörung hob Rodolphe Delord die viel zu niedrige Wassertemperatur hervor und erwähnte Einwände der Anwohner in Nova Scotia.

Loro Parque ist Notlösung

Das französische Ministerium hat daher die Möglichkeit einer Verlegung der Orcas in den Loro Parque auf Teneriffa erneut in Erwägung gezogen und sieht dies als „Notlösung“.

„Sollten sich die Becken in Antibes als sehr schlecht erweisen oder gesundheitliche Probleme auftreten, muss diese Lösung möglicherweise aktiviert werden“, erklärte ein Ministeriumssprecher.

In Marineland wurden bereits Übungen zur Vorbereitung einer möglichen Verlegung durchgeführt,
(Quelle: Le Figaro)

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