Wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) berichtet, steht das Wattenmeer durch fossile Bohrprojekte der Gas- und Ölindustrie kurz vor dem Kollaps.
Das bedeutet eine massive Gefährdung für den einzigen in Deutschland beheimateten Wal. Die fossile Industrie hat über Jahrzehnte ohne Prüfung der Naturschutzauswirkungen im Wattenmeer im unmittelbaren Lebensraum der sowieso schon stark bedrohten Schweinswale nach Öl gebohrt.
Fossile Industrie muss Unbedenklichkeit beweisen
Die DUH konnte nun einen historischen Sieg vor dem Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht davontragen. Die fossile Industrie muss jetzt beweisen, dass die Ölförderung das Wattenmeer und den Nationalpark nicht bedroht.
Weitere Gasprojekte sind geplant
Doch es gibt Pläne, dass weitere Gasprojekte direkt im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer entstehen sollen.
Jede weitere Bohrung bedeutet dröhnender Unterwasserlärm und Kontamination durch Gas.
Unterwasserlärm
Unterwasserlärm ist für Schweinswale besonders gefährlich, da die sensiblen Meeressäuger für die Jagd und ihre Kommunikation auf Echoortung angewiesen sind. Wird diese gestört, kann es zu Verletzungen und sogar zum Tod führen.
Für eine Art, die ohnehin durch massiven Beifang und andauernden Schiffsverkehr erheblich bedroht ist, ist das eine weitere Belastung. Die Population des Schweinswals in der Nordsee ist bereits alarmierend am Schrumpfen.
Naturschutzgesetze sind nicht verhandelbar
Die DUH und andere Verbände fordern von der Politik Klimaschutz ein und machen klar, dass die Einhaltung der deutschen und europäischen Naturschutzgesetze nicht verhandelbar ist.
(Quelle: Deutsche Umwelthilfe)

