Gegen drei Aktivisten der Organisation „Vegan Strike Group“ wurde vom Duisburger Zoo Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Tierquälerei erstattet.
Sprung ins Wasser
Die in den Niederlanden wohnenden Personen (zwei Männer, 34 und 41 Jahre alt und eine 29-jährige Frau) sind – laut dem Nachrichtenportal Der Westen – zu den Delfinen ins Wasser gesprungen.
Wer springt in ein Löwengehege?
Zum Glück hat das Pflegerteam sofort reagiert und die Großen Tümmler (von denen übrigens der größte Teil in Duisburg geboren wurde) in andere Becken geleitet.
Dass man gegen die Haltung von Tieren in Zoos und Tiergärten sein kann, ist niemandem zu verwehren. Aber ich finde es absolut daneben, wenn man in das Revier eines Tieres eindringt, um die Aufmerksamkeit der Zoobesucher auf sich zu lenken.
Würden sich die Aktivisten trauen, in ein Löwen-, Tiger-, Elefanten- oder Affengehege zu springen? Ich glaube nicht.
Tiere waren in Gefahr
Zoodirektorin Astrid Stewin verurteilte die Aktion aufs Schärfste. Sie betonte, dass die Personen mit ihrem Verhalten die Tiere in eine ernsthafte Gefahr gebracht hätten. Krankheitserreger und Umweltkeime könnten von fremden Menschen ins Wasser geleitet werden. (Anmerkung Meeresakrobaten: Sogar bei Wohnungskatzen empfehlen Tierärzte, diese gegen Katzenseuche und andere Krankheiten impfen zu lassen, da sogar durch Schuhe Keime in die Wohnung gebracht werden können.)
„Für derartige Aktionen, bei denen eine mögliche Gefährdung der Gesundheit unserer Tiere billigend in Kauf genommen wird, haben wir keinerlei Verständnis. Das hat nichts mit Tierliebe oder Engagement im Artenschutz zu tun“, sagte die Zoodirektorin dem Nachrichtenportal.
Polizei führte Aktivisten ab
Die drei Aktivisten wurden von der Polizei abgeführt. Nachdem sie eine Sicherheitsleistung gezahlt hatten, konnten sie das Polizeipräsidium wieder verlassen. Sie erhielten außerdem einen Platzverweis für den unmittelbaren Bereich vor dem Zoo.
Laut Polizeimeldung müssen die beiden Männer und die Frau sich nun mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch auseinandersetzen.
(Quellen: Der Westen und Polizei NRW)

