Kinder, Wale und die Bundeskanzlerin


Die Drittklässler einer Grundschule aus Vlotho (Nordrhein-Westfalen) sind ganz glücklich: Sie bekamen Post aus dem Bundeskanzleramt.

Bente, Louisa und Evelyn haben im Rahmen eines Schulprojektes über das Element Wasser der Bundeskanzlerin ihre Sorgen um das überleben der Wale und Delfine mitgeteilt. Sie erfuhren nämlich, dass die imposanten Meeressäuger durch Jagd, Schiffsverkehr und die Erwärmung der Weltmeere gefährdet sind.

In ihrem Brief an Bundeskanzlerin Merkel befand sich auch eine Unterschriftensammlung, die Louisa und Evelyn ins Leben gerufen hatten. Klassenkameradin Tina verfasste den Brief der 3b in Schönschrift, damit ihre Bitte um mehr Schutz der Wale und Delfine auch gut lesbar war.

Im Brief aus dem Bundeskanzleramt konnten die Schüler jetzt lesen, dass sich die Kanzlerin und ihre Regierung bereits für den Schutz der Meere einsetzen. „Der Schutz von Walen und Delfinen ist daher ein besonderes Anliegen“, heißt es in dem offiziellen Schreiben mit schwarz-rot-goldenem Briefkopf. Außerdem spreche sich Deutschland im Rahmen der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) gegen den Fang der Tiere aus.

Dass den Meeressäugern unter dem Deckmantel der Wissenschaft zum Teil übel mitgespielt wird, weiß man jedoch auch in Berlin. „Insbesondere der sogenannte wissenschaftliche Walfang Japans ist wiederholt auf den Jahrestagungen der IWC in mehrheitlich angenommenen Resolutionen missbilligt worden“, schreibt das Kanzleramt.

Zu den weiteren Informationen, welche die Drittklässlerinnen erhielten, gehörte auch, dass es einen „Erhaltungsausschuss“ gibt. Das ist ein Gremium von Experten, die sich dafür einsetzen, Wale auch vor sonstigen Gefahren wie Unterwasserlärm und Umweltverschmutzung zu schützen. „Das Gremium entwickelt Vorschläge, wie die Treibnetzfischerei ausgeschaltet werden könnte, damit von ihr keine Gefahr für Wale und Delfine ausgehen kann“, heißt es in dem Brief.

Am wichtigsten war für die Mädchen und ihre Klassenkameraden aber der letzte Satz des Briefes, in dem die Kanzlerin-Mitarbeiterin schreibt: „Ich darf euch versichern, dass sich die Bundesregierung auch in Zukunft für den Schutz von Walen und anderen Meeressäugern einsetzen wird.“

Bente, Louisa und Evelyn sind zufrieden, dass die Bundesregierung auf ihren Brief reagiert und zugesichert hat, sich auch weiterhin um die Belange der Wale zu kümmern.
(Quelle: Vlothoer Anzeiger)

2 Kommentare

  1. Das ist der Grund, warum ich Kinder- und Jugendbücher über Wale schreibe. Das sind vielleicht sogar kleine "Zabu"-Leser, die sich dort für die Wale einsetzen, kann ja sein.

    Jedenfalls habe ich mit meinen Büchern und meinen Vorträgen an Schulen schon ganz viele Kinder zu Wal-Fans gemacht und das freut mich total. Wenn dann solche Aktionen folgen, und das ist schon öfter passiert und ging von Unterschriftensammlungen bis zu ganzen Wal-Ausstellungen,dann ist das eine wunderbare Bestätigung. Denn ich schreibe die Bücher in erster Linie, um genau das zu erreichen.

    Weiter so, Kinder!

    geschrieben von Doris
  2. Sicher wird die Klasse 3b aber gar nicht zufrieden sein zu höten, dass aus der Bundesregierung die Agrarministerin Ilse Aigner an einem faulen Deal hinter verschlossenen Türen mitgewirkt hat. Einige Staaten – darunter auch Deutschland – wollen Japan, Norwegen und Island die Jagd auf Wale ganz offiziell erlauben. Das würde die jahrzehntelange Arbeit zum Schutze der Wale zunichte machen.

    Wenn Ihr oder die Klasse 3b handeln wollt, dann tut es auf der Sekite der IFAW, dort kann jeder einen Protestmail an eben die Agrarministerin schicken.

    Link zur Protestaktion der IFAW: http://e-activist.com/ea-campaign/clientcampaign….

    Liebe Grüsse aus Madeira Claudia

    geschrieben von Claudia Gomes

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