Themen: ,

Delfine gehören nicht in einen Hotel-Pool


In Hisaronu bei Marmaris (Südwest-Türkei) werden offenbar seit ein paar Tagen zwei Große Tümmler in einem Swimmingpool einer Hotelanlage gehalten. Die beiden Delfine Misha und Tom gelten als besondere Touristenattraktion.

Der russische Hotelbesitzer Alexander Kusnetsow, rechtfertigt die Tierquälerei: „Das Hotel braucht so etwas, sonst gibt es für die Urlauber ja nur Bars und Restaurants.“

Seit ihrer Ankunft schwimmen sie nicht, sondern tauchen nur monoton auf und ab. „Dieses stereotypische Verhalten zeigt, unter welchem Stress die Tiere stehen“, sagt Cathy Williamson von der Whale- and Dolphin-Conservation-Society (WDCS). (Quelle: bz-berlin)

Viele Facebook-User haben bereits gegen die Haltung der beiden Delfine in einem Swimmingpool protestiert. Erste Reiseveranstalter (u.a. Thomas Cook) reagieren jetzt und bieten keinen Urlaub mehr in dem Hotel in Hisaronu an.

Laut WWF gibt es 12 Delfinparks in der Türkei, die den Betreibern jährlich einen Gewinn von 35 Millionen US-Dollars bringen.

Auf der Website „Turkish Maritime“ wird über den Protest berichtet, der von mehreren Tausend Facebook-Usern ausging. Aber offenbar ignoriert der Bürgermeister von Hisaronu die negativen Reaktionen auf das Halten von Delfinen in einem Hotel-Bassin. „Ich arbeite nicht am Computer und habe deshalb auch keinen in meinem Büro. So bekomme ich die Online-Aktionen gar nicht mit. Aber ich respektiere die Meinung von Delfinariumsgegnern und lade sie ein, mit mir persönlich zu sprechen. Meine Tür ist immer für die öffentlichkeit geöffnet“, lautet Keramettin Yilmaz Reaktion auf die Online-Proteste.

Ein Kommentar

  1. Ja klar, und alle sollen wir natürlich dann für den persönlichen Besuch ein Zimmer in seinem Hotel oder in einem Hotel seiner Verwandten buchen :-(

    Das Hotel wird doch auch einen normalen Briefkasten haben. Wie groß ist der wohl?….

    geschrieben von Doris

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.