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Ab in die Ferien


Endlich ist auch das „Schlusslicht“ Bayern dran – nach Zeugnisausgabe und Abschlussfeier heißt es heute: „Ab in die Ferien!“


Endlich Ferien! Der Spinner-Delfin scheint sich mitzufreuen.
(Bild: Brigitte Fugger)

Manche von euch werden zu Hause bleiben und die schönsten Wochen des (Schul)Jahres im Freibad, mit Freunden, hinter einem Buch, auf dem Fahrrad oder vor dem Computer verbringen. Andere zieht es hinaus in die Ferne – in ein fremdes Land oder aufs Meer.

Falls ihr jetzt im Sommer bei einer Wal- und Delfinbeobachtungstour mitmacht, gebe ich euch ein paar Tipps/Infos mit auf die Reise ins Reich der Meeresakrobaten und Giganten:

* Gegen Seekrankheit helfen das homöopathische Mittel Nux Vomica, Puls-Manschetten, der Blick in die Ferne oder aber spezielle Medikamente, die oft am Beginn einer Seefahrt verteilt werden. Wichtig bei allen Mitteln ist: vor der Fahrt einnehmen, während der Fahrt eingenommen, nützen sie oft nichts mehr.

* Mit freiem Auge könnt ihr (bei ruhigem Seegang) etwa 10 Meilen weit sehen (das sind ungefähr 18 Kilometer).

* Delfine sieht man bei ruhigem Seegang bis in 500 Meter Entfernung.

* Mit einem Feldstecher (am besten mit 7-facher Vergrößerung und eingebautem Kompass) könnt ihr als „Forschungstourist“ Stück für Stück die Strecke absuchen und genau bestimmen, welches Tier ihr wo gesehen habt. Der Kapitän eures Schiffes gibt euch bestimmt noch weitere Navigationsdaten.

* Fragt nach, ob die Besatzung des Whale-Watching-Bootes in der Nähe der Delfine und Wale auch Wasser- und Planktonproben nimmt und an ein Labor weitergibt. Die Proben sagen viel über den Lebensraum und die Ernährungsweisen der Meeressäuger aus. Es befinden sich zum Beispiel Kot- und Hautreste im Meer. Aussagekräftig sind auch die Temperatur und der Salzgehalt des Wassers. Die Schweizer Tierschutzorganisation OceanCare lässt derartige Proben aus dem Mittelmeer in einem Labor in der Schweiz analysieren (siehe dazu auch den Bericht „Cote d’Azur – Wo das Meer heftig zu brodeln beginnt“).

* Wählt nur ein Whale-Watching-Unternehmen, das nicht mit „Speed“ übers Meer braust. Das könnte die Tiere, die sich dicht an der Wasseroberfläche aufhalten (zum Beispiel Wasserschildkröten), gefährden. Sie können den Propellern meist nicht so schnell ausweichen und werden verletzt oder sogar getötet. Zu bevorzugen sind Boote mit einer Höchstgeschwindigkeit von 10 bis 25 km/h.

* Wenn du langsam über den Ozean gleitest, erfährst du, dass das Meer eine entschleunigende und mediative Kraft hat.

* Nicht vergessen: Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor nicht nur einpacken, sondern auch benutzen! Bei gleißendem Licht Sonnenbrille aufsetzen!

* An Verpflegung – vor allem an Getränk – denken, falls an Bord des Schiffes nichts angeboten wird (vorher fragen).

* Am besten am Tag der geplanten Tour nochmals telefonisch nachfragen, ob der Ausflug aufs Meer auch tatsächlich stattfindet. Oft hat der Wind über Nacht gedreht und bringt ungünstige Wetterverhältnisse, die eine Ausfahrt aufs Meer zu riskant machen würden.

An alles gedacht? Dann kann es ja losgehen … Vorab kannst du ja noch eine „Trockenübung“ machen und die beiden Delfine Splish und Splash im Ligurischen Meer begleiten. Zum virtuellen Spiel geht es hier.

Ein Kommentar

  1. Oh, ja, am Sonntag 8.8. gehts mitten in der Nacht los in Richtung Pico/Azoren. Für zwei Wochen werde ich mich, diesmal ohne Familie im Schlepptau, wale-mäßig absolut austoben können. 24 verschiedene Walarten wurden bei den Azoren bereits beobachtet. Vor zwei Jahren (Meeresakrobaten hat berichtet) haben wir schon gesehen, wie gut dort die Chancen sind, selbst den großen Pottwal ganz aus der Nähe zu sehen. Dieses Mal bin ich eingeladen worden und kann wahrscheinlich soviel WW machen, wie ich es körperlich schaffe. Außerdem gibt es auf Pico zwei Museen, die ich ausgiebig besuchen möchte. Die große Tageszeitung Donaukurier veröffentlicht einen online-Blog zu meiner Reise, den ich hoffentlich gut von Pico aus "füttern" kann. Hier die Ankündigung:
    http://www.donaukurier.de/interaktiv/blog/unter_w

    geschrieben von Doris

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