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Belugas werden aus ihrem Lebensraum gerissen


Die Gier nach Belugas (Weißwalen) scheint unermesslich zu sein. Vor kurzem wurde bekannt, dass 18 der wunderschönen Meeressäuger von Russland in die USA ins Georgia Aquarium exportiert werden sollen.

Beluga (Foto: Ulrike Germeshausen (&#10013)

Laut Ceta Base (Datenbank über alle in menschlicher Obhut lebenden Delfine und andere Zahnwale) sind nun 12 weitere Tiere im Ochotskischen Meer (grenzt an Russland und Japan) gefangen worden. Auch die 18 für die USA vorgesehenen Belugas sind Wildfänge, die zwischen 2006 und 2011 dem Meer entrissen wurden.

Von den 12 Belugas, die jetzt gefangen wurden, sollen 3 in Russland bleiben, die anderen 9 Tiere sollen an Aquarien außerhalb des Landes verkauft werden. Gerade in Russland boomt der Handel mit Zahnwalen.

Bewohner kalter Gewässer

Belugas werden dreieinhalb bis fünfeinhalb Meter lang und wiegen 400 bis 1.500 Kilogramm. Sie kommen in den Gewässern der Arktis und der Subarktis vor.

Der Beluga (Delphinapterus leucas) hat eine gedrungene Gestalt und einen rundlichen Kopf mit ausgeprägter Melone. Die Halswirbel sind nicht verwachsen, wodurch der Kopf relativ beweglich ist. Eine Finne ist nicht vorhanden. Neugeborene Kälber sind dunkelgrau und hellen sich allmählich auf. Alle Individuen sind spätestens mit neun Jahren weiß. Erwachsenen Bullen sind rund 25 Prozent länger als Weibchen. Belugas haben ein großes Repertoire an Lauten, sie pfeifen, kreischen, zirpen, kommunizieren mit Klicktönen – und werden deshalb auch “Kanarienvögel des Meeres” genannt.

Jungtiere

Die aktuell gefangenen Belugas sind Jungtiere und zwischen zweieinhalb und drei Meter groß. Sie sind im Delfinarium bei Nakhodka untergebracht. Dort werden sie trainiert und an toten Fisch gewöhnt. Danach werden sie an ihre Bestimmungsorte verschickt.

Offenbar befinden sich im Delfinarium von Nakhodka zurzeit 38 Belugas.

Protestmail

Der Fang ist aus Arten- und Tierschutz-Gründen inakzeptabel und muss unbedingt verhindert und die bereits gefangenen Tiere müssen wieder freigelassen werden. Bei OceanCare könnt ihr eine Protestmail an Alexander Golovin, Botschafter der Russischen Föderation, und an Donald S. Beyer Jr., Botschafter der Vereinigten Staten von Amerika, unterschreiben.
(Quellen: Ceta Base und OceanCare)

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