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Delfine sind an maser-ähnlichem Virus gestorben


Über 300 Delfine sind mittlerweile seit 1. Juli 2013 an die Ostküste Amerikas angeschwemmt worden. Die Behörden erwarten weitere Strandungen bis weit ins Jahr 2014 hinein.

Großer Tümmler ganz groß/Azoren (Foto: Frank Blache)

Großer Tümmler ganz groß/Azoren (Foto: Frank Blache)

Die meisten von ihnen waren bereits tot, einige lagen im Sterben, als sie gefunden wurden. Siehe dazu auch den MEERESAKROBATEN-Beitrag vom 10. August 2013.

Es wurden viele Untersuchungen vorgenommen, um der Todesursache der Delfine auf die Spur zu kommen. Ein anfänglicher Verdacht hat sich jetzt erhärtet. Die Delfine – es handelt sich um Große Tümmler – starben am maser-ähnlichen Morbillivirus.

Im gleichen Zeitraum wird in derselben Region sonst nur ein Zehntel der jetzigen Todesanzahl registriert. Ende der 1980er-Jahre trat das Virus allerdings ebenfalls schon mal epidemieartig im Osten der USA auf und tötete damals 740 Delfine!

Das Virus greift die Lungen und das Gehirn an und führt zu Lungenentzündungen und Verhaltensstörungen. Überleben die Delfine die Krankheit, sind sie im Normalfall künftig gegen das Virus immun.
(Quelle: Delfine sterben an Masern)

Das Virus alleine ist im Normalfall nicht tödlich. Doch wenn noch weitere ungünstige Umstände dazukommen (Nahrungsmangel, Stress usw.), kann die Krankheit – vor allem bei Jungtieren – lebensgefährlich verlaufen. Eine Morbillivirus-Epidemie dezimierte zwischen 2006 und 2008 auch spanische Delfin-Populationen.

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