Newsletter 6/2014


Die Hauptthemen in den letzten Tagen sind Brasilien und die Fußball-WM. Während in den Fußballstadien Brasiliens sehr viel gefeiert und gejubelt wird, gibt es in der südamerikanischen Tierwelt oft keinen Grund zur Freude.

Bezogen auf Delfine heißt das, leider gibt es sehr viele Opfer, die durch menschliche Einflüsse verletzt werden oder gar ums Leben kommen.

Flussdelfin im Duisburger Zoo  (Foto: Verena Pecsy)

Flussdelfin im Duisburger Zoo
(Foto: Verena Pecsy)

* Der La-Plata-Delfin verendet häufig als Beifang in Fischernetzen.
* Der Lebensraum des Chile-Delfins verkleinert sich immer mehr, da sich Lachs- und Muschelfarmen ausbreiten.
* Im Süden Brasiliens lebt eine lokale Population von Großen Tümmlern. Die Strandungen dieser Tiere nehmen zu. Viele gestrandete Delfine weisen Verletzungen auf, die von Fischernetzen herrühren.
* Ebenfalls in Brasilien trifft man den Amazonas-Delfin an. Allerdings nicht im Meer, sondern im wasserreichsten Fluss der Erde. Der weltweit größte Flussdelfin ist vor allem durch die Verschmutzung seines Lebensraums, durch den Bau von Staudämmen, durch ungewollten Beifang und durch gezielte Tötung gefährdet. Bis zu 1.500 Amazonas-Delfine werden pro Jahr in Brasilien gefangen. Ihr Fleisch wird aber nicht von den Menschen gegessen, sondern als Köder für den Fischfang verwendet. Vor allem Welse lassen sich mit dem Fleisch der Amazonas-Delfine anlocken.

Für die wasserlebenden Säugetiere Südamerikas setzt sich bereits seit 1992 die Tierschutzorganisation YAQU PACHA ein. Hier kannst du auch eine Patenschaft für eines der Delfinschutz-Projekte übernehmen.

Auch die international tätige Wal- und Delfinschutzorganisation WDC widmet ein Projekt dem Schutz der Amazonas-Delfine. Aktuell kannst du dich dort an einer Petition beteiligen.

Spannender Vierteiler

Die leitende Tierärztin im Duisburger Zoo – Dr. Kerstin Ternes – kann nur den Kopf schütteln über so viel Unverstand, den Delfinariengegner der aktuellen Delfin-Haltung entgegenbringen. Sie hat sich deshalb vier Stellungnahmen von Delfinariengegnern vorgenommen und sie aus ihrer Sicht – als Delfin-Expertin – bewertet. Das Ganze liest sich sehr spannend. Da Kerstins Kommentar sehr umfangreich ist, habe ich ihn in vier Teile aufgesplittet.

Fachtierärzte bescheinigen der Delfin-Haltung ein gutes Zeugnis

Die Fachtierärzte des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) überprüften im Auftrag des von Umweltminister Johannes Remmel geführten Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW die veterinärmedizinische Versorgung der Großen Tümmler im Zoo Duisburg. Die Delfin-Haltung ist nicht zu beanstanden, war das Ergebnis der Untersuchung. Mehr dazu unter Vorbildliche Delfin-Haltung in Duisburg.

Neues von FINN

Der kleine Delfin FINN gehört mittlerweile zu den guten Freunden der ganz jungen Delfin-Experten. Sie erfahren von ihm Interessantes aus dem Leben seiner Artgenossen. Außerdem lädt FINN seine Besucher zum Schmökern und Spielen ein.

Ich wünsche euch spannende Fußballspiele und sonniges Badewetter!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert