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„Problem-Wal“ Bruno ist wieder im Meer


Am 9. Februar 2014 wurde ein Schweinswal am Strand von Hooksiel bei Wilhelmshaven entdeckt. Passanten versuchten das Jungtier wieder zurück ins Wasser zu bringen. Doch die Wellen warfen das Tier immer wieder an Land.

In der Schweinswal-Bay (Foto: Rüdiger Hengl)

In der Schweinswal-Bay in Harderwijk
(Foto: Rüdiger Hengl)

Bruno kommt nach Harderwijk

Zunächst wurde die ostfriesische Seehundaufzuchtstation in Norddeich informiert. Diese veranlasste, dass der Schweinswal – der Bruno getauft wurde – in die SOS-Station auf dem Gelände des Delfinariums in Harderwijk/Niederlande kam.

Dort verbrachte Bruno zunächst eine ganze Weile im Beobachtungsbecken. Bruno wurde auf sieben bis acht Monate geschätzt. Er hatte keine äußeren Verletzungen, doch er war für sein Alter zu mager.

„Schweinswalkälber lösen sich ab dem vierten, fünften Monat von ihren Müttern. Ab dem dritten, vierten Jahr sind sie geschlechtsreif und sterben mit ungefähr zwölf Jahren“, erklärte der Leiter der SOS-Station Eligius Everaarts.

Bruno war sehr krank

Bruno war nicht gesund. Seine Speiseröhre war mit Pusteln übersät, er hatte Magengeschwüre. Und Bruno verlor Blut. Da der Schweinswal zu dehydrieren drohte, bekam er Wasser zugefügt. Außerdem erhielt er Medikamente.

Bruno ist wieder im Meer

Nachdem Bruno sich im Delfinarium gut erholt hatte, konnte an eine Rückführung ins Meer gedacht werden. Und am 13. Juni war es so weit: Der kleine Schweinswal wurde zusammen mit einem weiblichen Tier in die Nordsee gebracht. Beide Tiere schwammen munter davon.

Zwischen fünf und 18 Meeressäuger werden in der SOS-Station jährlich betreut. Etwa 70 Freiwillige unterstützen die Fachkräfte im Delfinarium. Ein großes Dankeschön an alle anonymen Helfer, die wahren Delfinschutz betreiben!

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