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Projekt „Delfin-Auffangstation“ ist endgültig gescheitert


Wie die Stiftung firmm (foundation for information and research on marine mammals) in ihrem aktuellen Newsletter mitteilt, wird es nun doch keine Delfin-Auffangstation im marokkanischen Teil der Straße von Gibraltar geben. Stattdessen wird auf dem dafür vorgesehenen Terrain eine Kongresshalle gebaut werden.

Susanne Wißhak

Begegnung …/Eilat/Israel (Foto: Susanne Wißhak)

Keine Auffangstation für Delfine

Seit einigen Jahren verkünden Delfinariengegner immer wieder, dass es in Marokko bald eine Delfin-Auffangstation geben wird, in die Delfine aus Delfinarien umgesetzt werden sollen. Die Tiere sollten hier zuerst in einem Meeresbecken Asyl finden und später in eine vom offenen Meer abgetrennte Bucht umgesiedelt werden. Seit etwa zwölf Jahren flossen viele Spendengelder in dieses aufwendige Projekt.

Website zum Projekt wird nun nicht mehr aktualisiert

Angedacht war, dass im sogenannten „Dolphin Sanctuary“ „verletzte Delfine betreut“ sowie „Delfine aus der Gefangenschaft behutsam wieder in ihren natürlichen Lebensraum zurückgeführt werden“ (das konnte man jedenfalls noch vor einiger Zeit auf der Website von Dolphin Sanctuary lesen. Mittlerweile findet man diesen Passus nicht mehr. Auch scheint es so, als wäre die Website-Adresse nun von einem anderen Anbieter besetzt.). Die Auffangstation sollte von Gästen finanziert werden, welche die Delfine hätten besuchen dürfen …

Projekt sollte bereits vor zwei Jahren realisiert werden

Laut der Gründerin von firmm – Katharina Heye – sollte das Projekt eigentlich schon 2012 verwirklicht werden, wie sie damals dem Schweizer Tagblatt mitteilte.

Spendengelder werden auf Wunsch zurückbezahlt

Da in das Projekt „Dolphin Sanctuary“ sehr viele Spendengelder flossen, die nun nicht mehr projektbezogen eingesetzt werden können, bittet firmm die Spender, ihr mitzuteilen, ob sie ihren Geldbetrag ausschließlich für die Delfin-Auffangstation angewendet haben wollen. In diesem Fall würde der Betrag zurücküberwiesen. Das finde ich ein faires Verhalten, das ich mir von allen Delfinschutz-Organisationen wünschen würde.

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