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Kann dem kleinen Wal noch geholfen werden?


Obwohl es seit Frühjahr 2015 ein Verbot für die Stellnetzfischerei im Schutzgebiet der Vaquitas gibt, bedrohen illegale Aktivitäten weiterhin das Leben der letzten Meeressäuger.

Zwei Vaquitas (Foto: Wikipedia/NOAA)

Zwei Vaquitas
(Foto: Wikipedia/NOAA)

Zehn illegale Stellnetze aufgespürt

GREENPEACE hat zusammen mit der mexikanischen Umweltpolizei in nur wenigen Tagen zehn illegale Stellnetze aufgespürt. Der Kalifornische Schweinswal oder Hafenschweinswal, wie der Vaquita auch genannt wird, gehört zu den am meisten bedrohten Säugetierarten der Welt. Falls sich die Meeressäuger weiter in (illegalen) Stellnetzen verfangen, muss man leider davon ausgehen, dass diese Tierart bis 2018 ausgestorben ist.

Wichtig ist allerdings nicht nur das Entfernen von Stellnetzen, sondern auch der Dialog mit den ansässigen Fischern über alternative Fangmethoden.

Der kleine Wal mit den großen Augen- und Lippenflecken lebt vor der Küste Mexikos. Er wird auch als kleinster Schweinswal der Welt bezeichnet. Nach neusten Ergebnissen hat sich der Bestand auf nur noch 57 Individuen verringert.

Ein begehrter Fisch wird dem kleinen Wal zum Verhängnis

Michael Weiland schreibt in einem Artikel bei greenpeace.de: „Sein Verhängnis ist der Marktwert eines kostbaren Fisches. Im Lebensraum des Golftümmlers gehen Fischer mit Stellnetzen auf Totoaba-Fang: Die Blase des ebenfalls vom Aussterben bedrohten Fischs steht in China als Delikatesse hoch im Kurs, auf dem Schwarzmarkt werden bis zu 10.000 Dollar für das Kilo bezahlt. Für den ungewollten Beifang ist der Preis das Leben: Die Meeressäuger verfangen sich in den für Totoabas ausgelegten feinmaschigen Netzen und ersticken qualvoll unter Wasser.“

Die mexikanische Regierung hat im April 2015 ein 34.000 qkm großes Gebiet als Schutzzone ausgewiesen, in der die Stellnetzfischerei für zwei Jahre komplett verboten ist.
(Quelle: GREENPEACE)

Hafenschweinswal (Illustration: Jörg Mazur)

Hafenschweinswal (Illustration: Jörg Mazur)

Steckbrief

Größe: etwa 1,40 Meter
Gewicht: bis 50 Kilogramm
Nahrung: Fisch und Tintenfisch
Vorkommen: nur im äußersten Norden des Golfs von Kalifornien; am häufigsten um das Delta des Colorado-Flusses; die Tiere leben vornehmlich in seichten, trüben Lagunen entlang der Küstenlinie
Name: Vaquita kommt aus dem Spanischen und bedeutet „kleine Kuh“.
Auffälligkeiten: dunkle Augen- und Lippenflecken, hohe Rückenflosse

Lesetipps

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