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Toter Narwal in Belgien entdeckt


Das gab es in Belgien noch nie! Weit entfernt von seinem eigentlichen Lebensraum – der Arktis – wurde am 27. April 2016 am Ufer des Flusses Schelde ein toter Narwal entdeckt.

Narwal (Illustration: Jörg Mazur)

Narwal
(Illustration: Jörg Mazur)

Es handelt sich laut einer belgischen Online-Zeitung um ein zwei Meter langes Männchen, dessen Stoßzahn zusätzlich das Maß von einem halben Meter hat. Der Narwal war sehr dünn.

Auch in Deutschland wurde einmal – allerdings bereits vor sehr langer Zeit, nämlich im Jahr 1736 – ein toter Narwal gefunden. Dieses Tier strandete in der Elbe bei Hamburg.

Narwale werden wegen ihres langen Stoßzahnes auch Einhörner der Meere genannt.

Steckbrief

Der Narwal (Monodon monoceros) hat einen untersetzten Körper und einen kleinen Kopf. Die Finne ist durch eine buckelartige Aufwölbung auf der Rückenlinie ersetzt. Die Flukenhinterkante ist, im Gegensatz zu allen anderen Walen, konvex (nach außen gewölbt) geformt, wodurch es den Anschein hat, dass die Schwanzflosse verkehrt herum angewachsen ist.

Bei dem berühmten, sagenumwobenen Stoßzahn handelt es sich um den vordersten linken Zahn im Oberkiefer (überwiegend bei Männchen), der nach vorne durch die Oberlippe hindurch wächst. Er ist immer linksspiralig gewunden und wird durchschnittlich 200 cm lang. Höchstwahrscheinlich bestimmt er den sozialen Rang der Männchen. Erwachsene Tiere sind meist hellgrau marmoriert mit dunklen Flecken. Die Bauchseite ist weiß.

Narwale werden 4 bis 5,30 Meter groß. (Bei dem angeschwemmten Meeressäuger handelte es sich also offenbar um ein sehr junges Tier.) Ihr Gewicht beträgt 1.000 bis 1.600 Kilogramm.

Das Verbreitungsgebiet der Narwale sind arktische und subarktische Gewässer, häufig um das Packeis herum. Man schätzt ihren Bestand auf 20.000 bis 35.000 Tiere.

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