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Das Mittelmeer ist in Gefahr


In ARTE kam am 17. April 2018 eine interessante Sendung über das Mittelmeer und wie sehr das Lieblingsferienziel vieler Urlauber bedroht ist.

Abtauchender Pottwal im Ligurischen Meer
(Foto: Susanne Gugeler)

Bis 15. Juni 2018 ist der Beitrag noch in der Mediathek verfügbar. Hier eine kurze Zusammenfassung des TV-Beitrags.

Umweltkatastrophen haben verheerende Folgen

Weil das Mittelmeer ein Binnenmeer ist, hat die kleinste Umweltkatastrophe verheerende Folgen für Fauna und Flora. Vor allem in der Ägäis gibt es viele Havarien.

Doch auch ohne Katastrophen werden Pflanzen und Tiere – wie zum Beispiel Delfine und Wale – durch mensch-gemachte Einflüsse beeinträchtigt. Meeressäuger werden hauptsächlich vom Lärm der Schiffsmotoren gestört. Große Wale kollidieren mit Frachtern. Invasive Arten werden eingeführt und stören das Gleichgewicht des Ökosystems.

Mittelmeer steht kurz vor dem Burnout

Große wirtschaftliche Aktivitäten sowie der immer weiter zunehmende Touristenstrom haben zur Folge, dass das Mittelmeer kurz vor dem Burnout steht.

300 Millionen Touristen aalen sich im Sommer am Mittelmeer. Tendenz steigend. Dazu kommen 27 Millionen Urlauber, die jeden Sommer an Land gehen. Fast 100 Mittelmeerhäfen werden von Kreuzfahrtschiffen angefahren, allein in Spanien sind es 24.

Schweröl und Feinstaub machen die Kolosse zu wahren Umweltverpestern. Die Emissionen verursachen Lungenkrebs und Atemwegserkrankungen. Auch wenn die Kreuzfahrtanbieter beteuern, ihre Schiffe umweltfreundlicher zu bauen, erklären Umweltschützer in den Häfen, dass davon nichts zu spüren sei.

90 Prozent des Welthandels wird über die Meere abgewickelt

Neben Urlaubsschiffen schaden Frachter der Umwelt. 90 Prozent des Welthandels wird heute über die Meere abgewickelt.

120.000 Frachtschiffe im Jahr sind allein im Mittelmeer unterwegs. 1/3 des gesamten Seehandels läuft hier ab. Das Binnenmeer stellt eine wichtige Verbindung zwischen Europa und Asien dar.

Saubere Natur nur für Privilegierte

Da, wo das Mittelmeer noch in Ordnung scheint – so wie beispielsweise in Montenegro -, ist der Aufenthalt wenigen Privilegierten vorbehalten: In Porto Montenegro legen die größten Jachten der Welt an.

Immer mehr Menschen leben an den Küsten

150 Millionen Menschen leben an den Küsten des Mittelmeers. Bis in 20 Jahren werden weitere 100 Millionen Menschen dazugekommen sein. Allein 90 Prozent der Libanesen leben heute schon in Küstenregionen.

Für den Naturschutz sensibilisieren

Am Schluss der Sendung wird der – aus meiner Sicht etwas hilflos wirkende – Appell gegeben, dass die Bevölkerung mehr für den Naturschutz sensibilisiert werden muss. Die Einrichtung einzelner Meeresschutzgebiete – wie zum Beispiel auf Korsika – wären Hoffnungsträger für die Rettung des Mittelmeers.

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