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So klingt das Einhorn der Meere


Narwale werden auch Einhörner der Meere genannt. Den Namen haben sie wegen ihres langen Stoßzahnes bekommen, der meist aus der linken Oberlippe ragt.

Narwal
(Foto: Rüdiger Hengl/LWL-Museum, Münster)

Forschern ist es gelungen, im arktischen Eismeer die Laute dieser imposanten Tiere aufzunehmen.

Bisher verbrachten die Narwale ihr Leben weitgehend im Verborgenen. Denn sie halten sich vorzugsweise unter Eisschollen auf. Doch seit das Eis am Nordpol immer weiter schmilzt, haben Wissenschaftler einen besseren Zugang zur arktischen Tierwelt.

Forschung in Grönland

Die US-Forscherin Susanna Blackwell und ihr Team machten sich auf nach Grönland, um die Laute der Narwale zu studieren. Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der Registrierung von Verhaltensänderungen durch vermehrten menschlichen Einfluss.

Sechs Tiere wurden mit Sendern ausgestattet. Diese lösten sich nach ein paar Tagen wieder und wurden mithilfe von einem Ortungssystem im Meer gefunden und eingesammelt. Die Auswertung ergab drei verschiedene Töne, welche die Narwale von sich gaben.

Klick- und Schwirrlaute

Bei der Echolokation und beim Fressen stießen die Tiere Klick- und Schwirrlaute aus. Für die Kommunikation verwendeten die Tiere Ruflaute. Diese wurden meist an der Wasseroberfläche abgegeben.

Auch Stressreaktionen auf die Aktionen der Menschen konnten registriert werden. So verhielten sich die Narwale nach dem Einfangen und Besendern ganz still, bevor sie wieder anfingen zu kommunizieren. Die Forscher gehen davon aus, dass die Wale auch auf andere menschliche Einflüsse reagieren.

Einige Aufnahmen von den Narwallauten kann man sich unter soundcloud.com anhören.
(Quellen: tierwelt.ch, sciencenews.org und Spatial and temporal patterns of sound production in East Greenland narwhals)

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