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Delfine sterben in Fischereigerät


„Alle wollen Fische fangen – Fischer und Delfine.“

Netz aus Plastik
(Foto: Susanne Gugeler)

Das sind die Worte von Olivier Van Canneyt, Biologe am Observatoire Pelagis. Aber die Delfine haben das Nachsehen, weil sie vom Fischereigerät verletzt oder sogar getötet werden.

700 tote Meeressäuger

Zwischen Januar und April 2018 wurden an der französischen Atlantikküste etwa 700 Delfine (vor allem Gemeine Delfine) und Schweinswale tot aufgefunden.

Van Canneyt teilt der Presse mit, dass 70 bis 80 Prozent der Tiere Verletzungen von Fischereigerät aufwiesen. „Schnitte von Fischernetzen, amputierte Flossen, gebrochene Kiefer oder Schnäbel sowie Anzeichen von Ersticken sind einige der Merkmale, die auf den Tod in Fischernetzen schließen lassen.“

Die Anzahl der getöteten Delfine wird von Wissenschaftlern auf 4.000 pro Jahr geschätzt. Die meisten der Tiere versinken unsichtbar auf dem Meeresgrund.

Größte Gefahr: Schleppnetze

Die Meeressäuger gelangen oft in große Schleppnetze, die zwischen zwei kleinen Schiffen oder von einem großen Trawler mitgeführt werden. Offenbar gibt es in Frankreich 6.000 Fischereifahrzeuge. 30 Prozent davon sind Schleppnetz-Trawler.

Zwar zeigten Pinger, die die Delfine und Schweinswale akustisch vergrämen, Erfolg, doch Canneyt fordert leistungsstärkere Geräte.
(Quelle: deuronews.com)

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