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Wale werden akustisch blind


Wenn Öl im Spiel ist, dann sind die Tiere die Verlierer. So auch in den USA. An der Ostküste soll bald mit Schallkanonen nach Öl gesucht werden.

Ohr und Auge eines Belugas (Foto: Susanne Gugeler)

Ölsuche in Küstengewässern

Laut Tierarzt und Walexperte Jan Herrmann sind seit 1980 seismische Untersuchungen aus kommerziellen Zwecken in amerikanischen Küstengewässern verboten. Die Regierung von Donald Trump scheint dies zu ignorieren und forciert die Ölsuche in Küstengewässern.

Mit Schallwellen, die auf den Meeresboden geschickt werden, soll anhand des zurückkommenden Echos ermittelt werden, wo es Ölvorkommen gibt. Die Nationale Ozeanische und Atmosphärische Verwaltung hat dieses Vorgehen offenbar als unbedenklich eingestuft.

Tierquälerei

Für Jan Herrmann ist dieses Vorgehen jedoch reine Tierquälerei. Die Schiffe führen zwischen zwölf und 48 Schallkanonen mit sich. Diese stoßen über einen langen Zeitraum einen großen Druck aus.

„Wenn den Walen das Gehör weggeblasen wird, durch so einen enormen Schall, dann sind die akustisch blind – im besten Fall ist das reversibel.“ So der Tierarzt. Das Gehör der Wale könnte bleibende Schäden erleiden. Verletzungen am Gehör führt bei Großwalen und Delfinen schlussendlich zum Tod.
(Quelle: Schallkanonen sind für Wale tödlich)

Jan Herrmann bei den Schweinswaltagen

Jan Herrmann war übrigens auch bei den Schweinswaltagen in Wilhelmshaven mit dabei. Am Mittwoch, den 17. April 2019 hielt er den Vortrag „Walfang weltweit – Hintergründe und Einordnung im Tier- und Artenschutz“. Darüber mehr demnächst in meinem Bericht über die Schweinswaltage 2019.

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